Erstellt am 06. April 2011, 00:00

Beruf mit Jobgarantie. TAG DER OFFENEN TÜR / Die Schule für allgemeine Gesundheits-und Krankenpflege in Frauenkirchen wirbt um Schüler.

Tag der offenen Tür: Szakats Mario, Katsek Nicole, Allacher Sylvia, Hannes Frech, Karin Dolmanits, Landeshauptmann Hans Niessl, Roland Pavelka, Bota LigiaBIRGIT BÖHM-RITTER  |  NOEN
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VON BIRGIT BÖHM-RITTER

FRAUENKIRCHEN / „Man braucht eine soziale Ader“ sagt Landeshauptmann Hans Niessl am Tag der offenen Tür der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege Oberwart, Expositur Frauenkirchen. Die Schüler konkretisieren das Anforderungsprofil für den Beruf als Krankenpfleger: Man müsse gerne mit Menschen zusammenarbeiten und auch ein Interesse für Anatomie oder Pathologie mitbringen. Gebiete, auf die im Unterricht unter anderem viel Wert gelegt werde.

Die Schule in Oberwart mit ihrer Außenstelle in Frauenkirchen bietet die Möglichkeit einen Beruf zu erlernen, der einen zukunfts- und krisensicheren Arbeitsplatz garantiert. Die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen nimmt stark zu. Im Gegenzug lassen sich immer weniger Ärzte in ländlichen Regionen nieder. Deshalb sei es umso wichtiger in den Bereich der Pflege zu investieren, sagt Hannes Frech, Geschäftsführer der Burgenländischen Krankenanstalten (KRAGES): „In Zukunft wird es mehr spezifische Qualifikationen der einzelnen Gesundheits- und Pflegekräfte geben müssen. Im Pflegeberuf wird eine breite Spezialisierung erforderlich sein - von der Kinderkrankenschwester zum Psychiatriepfleger, von der Geriatriepflegerin zum Hospiz- und Palliativexperten.“

Pflegeschüler gesucht,  Arbeitsplatz garantiert

Die Differenzierung in der Qualifikation würde auch das Image dieses Berufes heben und damit die Bereitschaft junger Menschen wecken, sich für diesen Beruf zu entscheiden.

Derzeit werden zwei Jahrgänge in Frauenkirchen ausgebildet. Eine Klasse besteht aus 14, eine zweite Klasse aus 17 Schülern. Das sei zu wenig, erklärt eine Lehrerin. Im kommenden Schuljahr könnte man bis zu 30 neue Schüler aufnehmen. Die Bewerbungsfrist um die Ausbildungsplätze läuft noch bis 30. April. „Unser Ziel ist es, verantwortungsbewusste und flexible Mitarbeiter in allen Bereichen des Gesundheitswesens auszubilden“, erklärt Direktorin Karin Dolmanits.

Die Ausbildung ist sehr praxisorientiert, was für die Arbeit im künftigen Berufsleben vorteilhaft ist. 2400 Praxisstunden stehen 2000 Theoriestunden in der dreijährigen Ausbildung gegenüber. Voraussetzung für die Aufnahme in die Gesundheits- und Krankenpflegeschule ist der positive Abschluss der 10. Schulstufe. Auch für Quer- und Umsteiger ist die Schule offen. Die älteste Schülerin derzeit ist 48 Jahre.