Neusiedl am See

Erstellt am 03. August 2016, 06:09

von Pia Reiter

Surf Worldcup: Neusiedl sagt „Ja“. Gemeinderat stimmt Veranstaltung im Neusiedler Seebad mehrheitlich zu: 2017 soll Probejahr sein, keine Kosten für Stadt.

Neue Heimat. Das Neusiedler Seebad wird 2017 Veranstaltungsort für den Surf Worldcup. Die Veranstalter wollen etwas komplett Neues auf die Beine stellen und freuen sich auf Neusiedl am See. Foto: Pia Reiter  |  Pia Reiter

Die Weichen für die Zukunft der Veranstaltung sind gestellt: Nach der Kündigung des Vertrages der Gemeinde Podersdorf am See mit dem Veranstalter des Surf Worldcups war man dringend auf der Suche nach einem neuen Veranstaltungsort. Mit Neusiedl am See ist dieser nun gefunden. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am 28. Juli eine entsprechende Grundsatzvereinbarung.

Gemeinde leistet 200 Arbeitsstunden

ÖVP, Grüne und FPÖ stimmten dafür, auch bei der SPÖ stimmten alle außer Gemeinderat Karl Panner für den Surf Worldcup (siehe auch Seite 13 der dieswöchigen Neusiedler BVZ-Printausgabe). Die Eckpunkte: Die Gemeinde leistet 200 Arbeitsstunden (Mitarbeiter der Freizeitbetriebe), Strom und Wasser sowie die Kosten für den Kanal werden anteilig verrechnet. Allfällige Schäden sind vom Veranstalter zu ersetzen.

Die Kosten für die Müllentsorgung übernimmt ebenfalls der Veranstalter. Dieser kassiert die Einnahmen ins Seebad während der Dauer des Events. Auch einigten sich die vier Parteien schließlich auf die Aufnahme eines Probejahres in die Vereinbarung: „Wir schauen uns das ein Jahr lang an“, war der Tenor.

Veranstalter überglücklich über Entscheidung

Der SPÖ war es wichtig, dass der Stadt durch die Veranstaltung keine Kosten entstehen: „Für uns gehört klar geregelt, wer die Kosten für welche Dinge trägt und auch, wer wofür haftet. Außerdem wurde die Vereinbarung vorher nicht im Beirat der Freizeitbetriebe behandelt, was für mich die normale Vorgehensweise wäre“, meinte etwa Gemeinderat Heinz Zitz, der auch Beiratsmitglied ist.

Bürgermeister Kurt Lentsch (ÖVP) erklärte: „Die Vereinbarung wird unter dem Aspekt geschlossen, dass für Neusiedl am See keinerlei Haftungen entstehen.“

Vonseiten des Veranstalters zeigt man sich überglücklich über die Entscheidung: „Für uns ist wichtig, dass das Event am Neusiedler See bleibt. Es ist jetzt unsere Aufgabe zu schauen, dass es gelingt und wir die Finanzierung hinkriegen.“

Zitiert: „...bringt uns viel für das Image“

„Der Surf Wordcup in Neusiedl am See bringt uns viel für das Image, das ist unbezahlbare Werbung. Ich glaube, dass es der Stadt viel bringen wird.“
Stadtrat Thomas Halbritter (ÖVP)

„Ja, Zores.“
Antwort von Gemeinderat Karl Panner (SPÖ)

Für uns ist der Mehrwert für die Beherbergungsbetriebe und die Wirtschaft nicht von vornherein klar. Das Probejahr ist ein Kompromiss.“
Grüne-Gemeinderätin Alexandra Fischbach

„Die Frage ist für mich, was Podersdorf falsch gemacht hat... dann haben die ja einen Fehler gemacht.“
FPÖ-Gemeinderat Herbert Denk zur Kündigung des Surf Worldcups

„Wenn für uns keine Kosten anfallen, ja dann können wir das machen. Es ist sicher eine gute Idee, nur leistbar für Neusiedl am See muss es sein.“
Vizebürgermeisterin Elisabeth Böhm (SPÖ)

„Für uns wird das ein arbeitsreicher Herbst. Wir geben Vollgas und starten mit neuem Ziel und neuer Motivation durch.“
Mike Piechura, Veranstalter Surf Worldcup