Erstellt am 28. Dezember 2011, 00:00

„Besser als im Vorjahr“. WEIHNACHTSGESCHÄFT / Das Outletcenter freut sich über umsatzstärkstes Jahr seit Bestehen, Stadt-Wirtschaft vorsichtig.

Jeder Dritte will umtauschen. Weil das Christkind nicht immer das richtige Geschenk erwischt, wird vieles nach den Feiertagen umgetauscht oder im Internet verkauft. ZVG  |  NOEN
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VON PIA REITER

BEZIRK NEUSIEDL AM SEE / Das Designer Outlet Parndorf darf sich über eine äußerst erfolgreiche Bilanz im Weihnachtsgeschäft freuen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte ein deutliches Umsatz- und Besucherplus erzielt werden. Der überwiegende Teil der Besucher kam aus dem Großraum Wien und aus den Nachbarländern Slowakei und Ungarn.

Besonders gefragt bei den Besuchern waren in der Vorweihnachtszeit Designermode, Freizeitbekleidung, Sportbekleidung, Schuhe und Heimartikel.

„Wir sind mit dem Ergebnis des Weihnachtsgeschäfts überaus zufrieden. Unsere hohen Erwartungen wurden dabei noch übertroffen. Denn wir liegen mit den Ergebnissen deutlich über dem Vorjahr“, freut sich Mario Schwann, Center Manager Designer Outlet Parndorf. „Insbesondere der neue Fashion Plaza mit den Stores der großen internationalen Luxusmarken war in der Vorweihnachtszeit ein wahrer Publikumsmagnet. Und mit dem Wintersale haben wir für unsere Kunden ein weiteres Highlight im Weihnachtsgeschäft geschaffen“.

Neusiedls Wirtschaft will  noch abwarten

Noch keine endgültige Bilanz zum Weihnachtsgeschäft möchte Franz Hess, Obmann der Neusiedler Stadt-Wirtschaft ziehen: „Ich glaube, man kann das Weihnachtsgeschäft jetzt noch nicht abschließen. Das dauert noch bis zur ersten Jännerwoche an.“

Fest steht laut Hess aber bereits jetzt, dass der Umsatz von 2010 nicht erreicht wurde. Den Grund dafür sieht er auch darin, dass immer mehr Weihnachtseinkäufe im Internet erledigt werden.

„Mit der Kundenfrequenz in den letzten beiden Wochen vor Weihnachten sind wir aber zufrieden“, sagt er.

Besonders aufgefallen ist, dass die Kunden vermehrt auf Preis und Qualität geschaut haben: „Die Jungen haben sich schon vorab im Internet schlau gemacht, die älteren Kunden setzen auf die Beratung und den Kundenservice vor Ort“, erklärt Hess, der selbst ein Elektrofachgeschäft betreibt.

Jeder Dritte will sein  Geschenk umtauschen

Am Online-Marktplatz eBay.at ist nach der Bescherung vor der Bescherung: Laut einer aktuellen eBay.at-Weihnachtsstudie planen mehr als 16 Prozent, unwillkommene Geschenke, die sie heuer unter dem Christbaum finden, zu verkaufen. Mit dem Erlös sollen die echten Weihnachtswünsche erfüllt (72 Prozent) beziehungsweise die Sparschweine aufgefüllt (36 Prozent) werden.

Strickpullover mit Elchmotiv, Stabmixer, Diät-Bücher, Krawatten: Jeder greift einmal daneben - auch das Christkind. Die aktuelle eBay.at-Weihnachtsstudie (durchgeführt von TNS unter 1.054 Österreichern) zeigt: Jeder Dritte (34 Prozent) fand zu Weihnachten 2010 zumindest einen Fehlgriff unter dem Christbaum. Fast 85 Millionen Euro haben die Österreicher im vergangenen Jahr in Weihnachtsgeschenke investiert, die bei den Beschenkten keine Freudensprünge ausgelöst haben.