Erstellt am 30. Mai 2013, 10:54

Betrug mit Brennholzlieferungen. Ein Betrug mit Brennholz in großem Stil durch eine Bande ist im Burgenland aufgeflogen:

APA12975504-3 - 30052013 - EISENSTADT - …STERREICH: ZU APA 089 CI - Eine Bande von Brennholzbetrügern konnte im Burgenland ausgeforscht werden. Die Betrüger brachten ein Brettergerüst unter dem gelieferten Holz an und lieferten so nur einen Bruchteil der bestellten Menge. +++ WIR WEISEN AUSDRÜCKLICH DARAUF HIN, DASS EINE VERWENDUNG DES BILDES AUS MEDIEN- UND/ODER URHEBERRECHTLICHEN GRÜNDEN AUSSCHLIESSLICH IM ZUSAMMENHANG MIT DEM ANGEFÜHRTEN ZWECK ERFOLGEN DARF - VOLLST€NDIGE COPYRIGHTNENNUNG VERPFLICHTEND +++ APA-FOTO: LANDESPOLIZEIDIREKTION BURGENLAND  |  NOEN, LANDESPOLIZEIDIREKTION BURGENLAN (APA)
Polizisten hielten in Neusiedl am See sechs mit Holz beladene Lkw an, mit denen 17 Ungarn im Alter zwischen 18 und 68 Jahren unterwegs waren. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass die Ladeflächen manipuliert waren, um die verkaufte Brennholzmenge größer erscheinen zu lassen als die tatsächliche Lieferung. Sechs Verdächtige wurden festgenommen, berichtete die Landespolizeidirektion Burgenland am Donnerstag.

Eine Polizeistreife hatte Dienstagvormittag den Konvoi der Bande gestoppt, nach der bereits seit einigen Monaten gefahndet wurde. Bei näherer Betrachtung der Ladeflächen stellten die Beamten fest, dass die Holzlieferanten mit einem Trick gearbeitet hatten: Mit Hilfe von schräg gestellten Holzplatten war die Ladefläche verkleinert worden, bevor das Brennholz geladen wurde.

Während die Kunden den mutmaßlichen Betrügern eine dem Augenschein nach volle Ladung Brennholz abkauften, erhielten sie tatsächlich aufgrund der eingebauten Hohlräume erheblich weniger geliefert als vereinbart. Allein im Bezirk Neusiedl am See soll die Bande im März dieses Jahres fünf Mal Abnehmer getäuscht haben.

Laut Polizei dürften die mutmaßlichen Betrüger auch in Wien und Niederösterreich am Werk gewesen sein. Der in Neusiedl am See abgefangene Konvoi war zur Lieferung nach Wien bestimmt.

Die Verdächtigen gingen laut Landespolizeidirektion Burgenland "äußerst professionell" vor: Für die Lieferungen gab es neben den Lkw-Fahrern Männer, die für das Be- und Entladen verantwortlich waren, andere fungierten als Dolmetscher.

Für sechs Männer zwischen 18 und 31 Jahren, die das Geld von den betrogenen Kunden kassiert hatten, klickten die Handschellen. Sie wurden in die Justizanstalt Eisenstadt gebracht. Ein Verdächtiger suchte bei der Anhaltung durch die Polizei das Weite. Ermittler haben bisher sechs Geschädigte ausgeforscht. Der Schaden dürfte sich laut Exekutive allein bei den bisher festgestellten Fällen insgesamt auf einige Tausend Euro belaufen. Die Polizei ersucht Betrugsopfer, sich bei der Polizeiinspektion Neusiedl am See unter der Telefonnummer 059133 1130 zu melden.