Erstellt am 17. Juni 2015, 05:51

von Birgit Böhm-Ritter

800.000 Euro Schaden. 1.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche in Pamhagen, Tadten und Wallern von Unwetter betroffen. Vor allem Zucchini zerstört.

Knapp vor der Ernte: Zucchini vom Hagel schwer getroffen.  |  NOEN, Kandlbauer
„Es ist ein gewaltiger Schaden“, sagt Werner Perlinger, Gemüsehändler aus Wallern im Burgenland. Das Hagelunwetter hat ihn vergangenen Samstag schwer getroffen.

„Zerstört wurde größtenteils erntefertiges Gemüse“

Das von den Meteorologen angekündigte Unwetter wütete in den Bundesländern Burgenland, Steiermark und Niederösterreich und richtetet dort teilweise schwere Schäden an. Im Bezirk Neusiedl am See waren vor allem Landwirte in Pamhagen, Tadten und Wallern betroffen.

„Zerstört wurden größtenteils Zuckerrüben und erntefertiges Gemüse wie Salat, Fisolen oder Zucchini“, sagt Günther Kurz von der Österreichischen Hagelversicherung.

Nach ersten Erhebungen durch die Sachverständigen der Österreichischen Hagelversicherung beträgt der Schaden im Bezirk 800.000 Euro auf einer betroffenen landwirtschaftlichen Fläche von etwa 1.000 Hektar.

Teile der Eissalat-Ernte auf sieben Hektar betroffen

x  |  NOEN, Rupert Kandlbauer
Hagelschäden seien mittlerweile jedes Jahr zu verzeichnen. Auffällig sei, dass die Intensitäten der Wetterextreme zunehmen und es häufiger zu Unwettern komme, liest Kurz von den Wetteraufzeichnungen vergangener Jahre ab: „Der Zeitpunkt ist gerade vor der Ernte aber denkbar ungünstig.“

Werner Perlinger erzählt von einem sehr intensiven Hagel: „Flächenweise war das Gemüse innerhalb von 15 Minuten vollkommen zerstört, andere Teile des Ortes waren wiederum gar nicht betroffen.“

Wie hoch der finanzielle Schaden für sein Unternehmen ausfallen wird, kann er noch nicht beziffern. Große Mengen an Zucchini und Teile der Eissalat-Ernte auf etwa sieben Hektar seien jedenfalls zerstört.

Auch Josef Peck, Sonnengemüse-Geschäftsführer, weiß von Zucchini-Schäden zu berichten: „Wir müssen aber noch abwarten, welche Menge aussortiert werden muss.“ Er spricht von einem Ereignis, mit dem man jedes Jahr rechnen müsse. Eine Katastrophe sei das noch nicht gewesen. „Außerdem sind die meisten Bauern versichert.“