Erstellt am 19. Februar 2016, 09:41

von LPD Burgenland

Neffentrick wieder fünfmal gescheitert. Zwei unbekannte Täter scheiterten am im Bezirk Neusiedl neuerlich an fünf Frauen im Alter zwischen 66 und 92 Jahren beim Versuch, ihnen mit dem Neffentrick insgesamt 120.000 Euro herauszulocken.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
In Nickelsdorf rief etwa ein Mann mit Wiener Dialekt eine 68-Jährige Frau an und forderte 40.000 Euro. Die Pensionistin war der Meinung, dass sie mit ihrem Enkelsohn sprechen würde und gab an, nicht so viel Geld zu besitzen. Der Täter beendete daraufhin wortlos das Gespräch...

In Zurndorf Geld für Wohnungskauf gefordert

Bei einem weiteren Versuch in Nickelsdorf scheiterte derselbe Täter erneut – diesmal bei einer 66-Jährigen. Als er sich mit „Hallo“ meldete, den Vornamen der Frau nannte und fragte wie es ihr gehen würde, bemerkte die Pensionistin, dass die Nummer unterdrückt war legte und den Hörer auf.

In Zurndorf kontaktierte der Unbekannte eine weitere 66-Jährige und forderte Geld für einen Wohnungskauf. Er nannte keine konkrete Summe, verwickelte aber die Pensionistin in ein Gespräch, sodass sie der Meinung war, mit dem Sohn ihrer Cousine in Deutschland zu sprechen.

Als die Frau dem Anrufer sagte, dass sie kein Geld habe, gab ihr der Täter zu verstehen, dass er trotzdem zu ihr kommen würde. Er beendete das Gespräch, kam jedoch nicht.

Einmal 40.000, einmal 60.000 Euro verlangt

Von einer 92-Jährigen in Nickelsdorf forderte der unbekannte Anrufer zunächst 4.000 Euro. Als er bemerkte, dass die Frau annahm, mit ihrem Enkelsohn zu sprechen, erhöhte er seine Forderung auf 40.000 Euro.

Nachdem ihn die Pensionistin fragte, wozu er das Geld brauche, sagte der Täter, dass er sich „etwas Schönes“ kaufen würde. Als die Frau ihm entgegnete, dass sie über diese Summe nicht verfügen würde, beendete der Unbekannte das Gespräch.

Eine 71-jährige Nickelsdorferin wurde ebenfalls von dem Täter kontaktiert. Er forderte von der Pensionistin 60.000 Euro. Die Frau war der Meinung mit dem Ortspfarrer zu sprechen und sagte, dass sie lediglich 60 Euro im Hause habe und ihm nicht so viel Geld geben könne. Daraufhin beendete der Mann das Gespräch.

Polizei: Aufrufe in den Medien zeigten Erfolg

In allen fünf Fällen hatte der unbekannte Anrufer die Nummer unterdrückt. Auffallend ist weiters, dass der Täter nur Frauen kontaktierte, deren Telefonnummern im öffentlichen Telefonbuch abgedruckt sind.

In den fünf Fällen dürfte es sich wie schon erwähnt um einen Mann mit Wiener Dialekt handeln; in den vorangegangenen Versuchen der vergangenen Wochen hatte der Täter mit deutschem Akzent gesprochen.

Weiters geht die Polizei davon aus, dass in den letzten Tagen weit mehr Frauen angerufen wurden, diese jedoch keine Anzeige erstatteten. Die Aufrufe in den Medien haben bereits Erfolg gezeigt, da bei den letzten 18 angezeigten Delikten kein einziger Schadensfall eingetreten ist.

BVZ.at hatte berichtet: