Erstellt am 03. August 2011, 00:00

Bootsbrand: Keine Spur. VANDALISMUS / In Neusiedl am See wurden zwei Boote in Brand gesteckt. In Winden am See waren Sprüher am Werk.

Windens Bürgermeister Erwin Preiner im Gespräch mit einem Fahrgast. Die Sprühaktion regt die Gemüter in der Gemeinde auf.BBR  |  NOEN
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NEUSIEDL AM SEE, WINDEN AM SEE / In den frühen Morgenstunden wurde die Neusiedler Feuerwehr am Samstag zu einem Einsatz ins Seebad gerufen - zwei Tretboote nahe dem Steg brannten lichterloh. Vandalen hatten die Boote angezündet. Laut Augenzeugen soll es sich um eine Gruppe Jugendlicher gehandelt haben, die auch noch einen Abfallcontainer und ein Fahrrad in den See geworfen haben.

7000 Euro Schaden durch  Vandalenakt im Seebad

Wir mussten den Brand aufgrund der starken Rauchentwicklung mit Atemschutz bekämpfen, erzählt ein Feuerwehrmann. Schon nach kurzer Zeit konnte das Feuer aber unter Kontrolle gebracht und ein Übergreifen auf eine in der Nähe ankernde Fahrradfähre verhindert werden. Personen gerieten durch den Brand nicht in Gefahr. Die Tretboote der Bootsvermietung wurden allerdings zur Gänze zerstört, ebenso wurden Teile des Holzstegs beschädigt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 7000 Euro. Die Ermittlungen sind derzeit noch im Gange, erklärt der stellvertretende Bezirks-Polizeikommandant Bernhard Griensteidl. Dass es sich bei diesem Fall der Sachbeschädigung um Jugendliche gehandelt hat, kann er noch nicht bestätigen. Allerdings sei erst kürzlich ein Fall von Sachbeschädigung aufgeklärt worden, bei dem es in der Umgebung von Frauenkirchen 13 Geschädigte gegeben habe. In diesem Fall konnte tatsächlich eine Jugendgruppe ausgeforscht werden, sagt Griensteidl.

Auch in Winden am See waren Vandalen am Werk. Mich regt das wirklich auf, sagt Windens Bürgermeister Erwin Preiner. Er spricht über die Schmieraktion im Wartehäuschen am Bahnhof. Die Fahrpläne seien mit orangener Farbe so besprüht worden, dass man sie nicht mehr lesen könne. Schon vor zwei Wochen (die BVZ berichtete) wurde das alte Feuerwehrhaus durch eine Sprühaktion mit Kraftausdrücken beschmiert.

Ich hoffe, dass diese Graffitis nicht über Hand nehmen, sagt Preiner, der bereits Anzeige erstattet hat. Schon vor zehn Jahren habe es ähnliche Schmieraktionen am Bahnhof gegeben. Obwohl es für Jugendliche im Ort einige Möglichkeiten gäbe, ihre Freizeit sinnvoll zu verbringen, soll es in den nächsten Wochen ein Jugendforum gemeinsam mit Kinder- und Jugendanwalt Christian Reumann geben. Dabei können die jungen Menschen ihre Wünsche, Anliegen und Vorstellungen vorbringen. Das ist aber nichts Neues, betont Preiner, das wird in der Gemeinde jedes Jahr angeboten. Die Veranstaltung werde von den Jugendlichen aber unterschiedlich angenommen, in manchen Jahren besser in anderen weniger gut.

Keine gehäuften Fälle  von Randalismus

Auch Neusiedls Bürgermeister Kurt Lentsch ist sich sicher, dass es in der Stadtgemeinde genügend Angebote für die Freizeitgestaltung junger Menschen gibt, wie zum Beispiel etliche Sport- und Musikvereine oder das Jugendzentrum Nezwerk. Dass Vandalismus in letzter Zeit verstärkt aufgetreten ist, kann er nicht bestätigen. Im Gegenteil. Wir hatten vor eineinhalb Jahren immer wieder Probleme bei der Taborruine. Diese konnten wir in den Griff bekommen.