Erstellt am 23. April 2014, 09:04

von Katharina Zedlacher-Fink

„Brauchen Lösung“. Parndorfer Platte | Nachdem kein Biber in die Falle getappt ist, verlangen Gemeinden nun nachhaltige Lösung von Landesverantwortlichen.

Angenagt. Wasserverbandsobmann Gerhard Bachmann bei einem angenagten Baum am Ufer der Kleinen Leitha. Fotos: Zedlacher-Fink  |  NOEN, Zedlacher-Fink
Seit zwei Jahren klagen die Gemeinden entlang der Kleinen Leitha über die vielen Biber, die ihre Dämme gefährden und Schäden in der Natur anrichten ( die BVZ hatte berichtet ). Im zweiten Halbjahr des Vorjahres stellten die betroffenen Gemeinden Zurndorf, Gattendorf, Deutsch Jahrndorf und Nickelsdorf bei der Landesregierung ein Ansuchen für eine Lösung der „Biberplage“.

„Wir sind für alles offen“

„Damals wurde uns ein Bibermanagement versprochen“, sagt der Dt. Jahrndorfer Bürgermeister Gerhard Bachmann, der auch Obmann des Wasserverbandes Kleine Leitha-Wiesgraben ist. Als erste Maßnahme wurden von Februar bis März Fallen aufgestellt, mit deren Hilfe Biber eingefangen werden sollten.

Doch kein einziger Biber ging dabei in die Falle. Nun soll ein Antrag der Gemeinden an den zuständigen Landesrat Andreas Liegenfeld und die Umweltabteilung 5 folgen.

„Wir sind für alles offen, nur brauchen wir eine Lösung für das Biberproblem. Für die Gemeinden entstehen durch die Schäden an den Dämmen enorme Kosten und der Biber zerstört auch natürlichen Lebensraum für andere Tiere, wie den Seeadler“, so Bachmann.

Zum Thema

Der Biber siedelt sich, nachdem er in Österreich Mitte des 19. Jahrhunderts ausgerottet wurde, seit den 1970er-Jahren wieder entlang der Donau und ihren Ausläufern an. Männliche Biber suchen sich mit zwei bis drei Jahren ihr eigenes Revier, das sich über 500 Meter bis vier Kilometer Uferlänge erstrecken kann. Das führt zu einer starken Ausbreitungstendenz.