Erstellt am 14. Dezember 2014, 05:23

von Susanne Müller

Schüler helfen: 200 Pakete für Flüchtlinge. Lena Neubauer startete eine Hilfsaktion für Flüchtlinge und löste eine regelrechte Welle der Hilfsbereitschaft aus.

Nadine Santin, Anna Pöllmann aus Hollern, Lena Neubauer aus Edelstal, Jacqueline Pamer aus Bruckneudorf, Sandra Wuketits, Julia Bohrn aus Fischamend und Vera Tschida waren mit zahlreichen anderen für das Flüchtlingsprojekt im Einsatz. Foto: privat  |  NOEN, privat
Was Lena Neubauer in ihrer Schule, dem Pannoneum in Neusiedl, initiierte, ist wohl mehr als eine gute Tat vor dem Weihnachtsfest.

Hygiene-Pakete als exakter Treffer ins Schwarze

Die Tochter von Tourismusbüro-Chefin Margit Neubauer rief ein Hilfsprojekt für Flüchtlinge ins Leben, an dem sich letztendlich die ganze Schule und darüber hinaus noch einige Betriebe beteiligten.

„Ich habe mir überlegt, was brauchen Flüchtlinge wohl am meisten?“, erzählt Neubauer. Schließlich fragte sie bei der Caritas-Zentrale an, ob Hygiene-Pakete eine hilfreiche Idee wären – und sie hatte damit ins Schwarze getroffen.

Säckchen werden demnächst von Caritas übergeben

An ihrer Schule besprach sie die Projektidee mit ihrer Religionslehrerin und der Direktorin, sowie mit ihren KlassenkollegInnen. Alle signalisierten ihr Unterstützung.

„Wir haben das Projekt dann im Religionsunterricht gestartet und einen Zeitplan aufgestellt. Die Produkte sollen noch vor Weihnachten bei der Caritas-Zentrale im Burgenland eintreffen“, so Neubauer, die ihre Projektidee in allen Klassen der Schule präsentierte und alle aufrief, sich an der Aktion zu beteiligen.

„Wir haben eine Liste ausgegeben, welche Hygieneartikel benötigt werden“, so Neubauer. Aus Stoffresten wurden Säckchen genäht, die nun befüllt wurden und demnächst von der Caritas an bedürftige Flüchtlingsfamilien übergeben werden.

„Kleine Starthilfe, aber etwas, das ihnen gehört“

Die Welle an Unterstützung, die sie auslöste, überraschte die Schülerin selbst. „Die ganze Schule hat mitgemacht. Die meisten waren viel begeisterter als ich gedacht hätte“, so Neubauer. Insgesamt über 200 Pakete mit Hygieneartikeln und zahlreiche Säcke mit Kleidungsstücken wurden von den Spendern zusammengetragen.

Neubauer: „Von vielen Lehrern haben wir außerdem Geldspenden erhalten. Damit haben wir in den Hygienepaketen aufgefüllt, was gefehlt hat.“

Die Idee war auch, dass die Familien mit ihrem Paket etwas in Händen halten, was ihnen gehört. „Es ist nur eine kleine Starthilfe, aber jeder bekommt sein eigenes Säckchen, etwas, das ihnen persönlich gehört. Vielleicht können die Menschen dadurch etwas Hoffnung für die Zukunft schöpfen“, wünscht Neubauer den Flüchtlingsfamilien.