Bruckneudorf

Erstellt am 07. Oktober 2016, 04:06

von Otto Havelka

Optionsvertrag: OSG will Kulturzentrum „erbse“ kaufen. Die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) prüft Ankauf und Verwertung des Areals der Reindl Agrarhandel GmbH.

Das erbse-Areal könnte schon bald an die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft verkauft werden. Foto: W. Zierl  |  W. Zierl

„Ja, das stimmt“, der Obmann der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG), Alfred Kollar, bestätigte gegenüber der BVZ, worüber seit Tagen in Insider-Kreisen gemunkelt wird: Die OSG hat mit der Reindl Agrarhandel GmbH einen Optionsvertrag zum Ankauf des rund vier Hektar großen Firmenareals, auf dem auch das Kulturzentrum erbse steht, abgeschlossen.

Grundstück in der Gärtnergasse eher von Interesse

Bis April nächsten Jahres will die OSG „eine Verwertung des Grundstückes prüfen“, so Kollar. Fällt der Befund positiv aus, hat die OSG die Hand drauf. Den kolportierten Kaufpreis von 4,8 Millionen Euro will Kollar nicht kommentieren.

Bei der Prüfung werde laut Kollar auch „berücksichtigt, dass die Gemeinde ein besonderes Interesse an einem Gebäudeteil hat“. Sprich: Ob die erbse als Kulturzentrum erhalten bleiben kann. Bis Jahresende ist der Komplex noch an die Gemeinde verpachtet, die ursprünglich selbst an einem Ankauf interessiert war.

Für die OSG dürfte das denkmalgeschützte erbse-Gebäude von weniger Interesse sein als das dahinterliegende Grundstück in der Gärtnergasse, das sich für neue Wohnbauten anbietet.

Eigentümerin Josefine Reindl will von alledem „nichts wissen“ und keinen Kommentar dazu abgeben.

Zum Thema

  • Das Kulturzentrum erbse entstand vor rund zwölf Jahren aufgrund einer Privatinitiative regionaler Künstler.
  • 2006 kaufte die Friedrich Reindl Agrarhandel GmbH das Areal mitsamt einem Silo.
  • Mittlerweile wurde der Gebäudekomplex der ehemaligen k.u.k. Erbsenschälfabrik unter Denkmalschutz gestellt.
  • Der Pachtvertrag mit dem Kulturverein erbse lief Ende 2014 aus. Für 2015 und 2016 wurden jeweils einjährige Pachtverträge abgeschlossen.
  • Die OSG baut derzeit auf den ehemaligen Bogoly- Gründen rund 100 neue Wohnungen. Bereits jetzt verwaltet die OSG gut 400 Wohnungen in der Gemeinde sowie einige Reihenhäuser.