Erstellt am 26. Februar 2016, 05:39

von Otto Havelka

Startschuss für die Zucht von Alpakas. Eine Bruckneudorfer Familie beherbergt seit Kurzem sechs Alpakas. Im Herbst ist Nachwuchs angesagt.

Ein Küsschen in Ehren kann niemand verwehren: Ulli Pichlmayer mit Alpaka-Mädchen Felicitas.  |  NOEN, Havelka

Ulli und Adi Pichlmayer haben sich einen Traum erfüllt. Rund zweieinhalb Jahre dauerte es, bis alle behördlichen Formalitäten unter Dach und Fach waren, um auf einem gepachteten Grundstück des Brucker Biobauern Gerhard Perger die edlen Anden-Kamele grasen lassen zu dürfen.

Seit zehn Tagen dürfen die kuscheligen Tiere mit dem treuherzigen Blick neben der Feriensiedlung weiden.

Jungtiere und Stuten beim Gras-Knabbern

Adi Pichlmayer hat die Tiere bei einem Schulfreund kennengelernt, der in Krieglach (Stmk.) Alpakas züchtet. Für die „tier-narrische Familie“ (Zitat Pichlmayer) stand sofort fest: „Das machen wir auch.“

Nun knabbern zwei Jungtiere und vier trächtige Stuten Gras auf der Bruckneudorfer Bio-Weide und locken die Zaungäste an. Im Herbst sollen vier weitere Alpakas das Licht der Welt erblicken. Langfristig wollen die Pichlmayers ihr Alpakagut auf 20 Tiere erweitern.

Alpaka liefert drei bis fünf Kilo Wolle

Die scheuen Tiere sind vor allem wegen ihrer Wolle weltberühmt. Alpaka-Wolle besitzt besondere Thermoeigenschaften, ist sehr leicht, schmutz- und geruchsabweisend und hat antibakterielle Wirkung. Ein Kilo Rohwolle kostet rund 40 Euro. Ein Alpaka liefert pro Jahr drei bis fünf Kilo Wolle.

Die genügsamen Tiere (sie fressen nur Gras und Heu) haben ihren Preis. Stuten kosten bis zu 15.000 Euro, Deckhengste weit mehr. In den USA wurden schon Rekordpreise von einer halben Million Dollar erzielt.
Reich wird Adi Pichlmayer mit seinem Hobby dennoch nicht. „Das Ziel ist vorerst, dass wir kein Geld mehr hineinstecken müssen.“

So wird etwa an die Produktion von Bettdecken gedacht, und auch der Alpakamist ist Geld wert. Er gilt als ausgezeichneter Naturdünger, der unkompostiert verwendet und oft mit dem teuren Guano verglichen wird. – Grundvermieter und Biobauer Berger hat eine Freude damit.