Erstellt am 22. Februar 2012, 07:39

Brunnen wird saniert. HEILQUELLE / Gutachten bestätigt Neusiedler Wasser gute Werte. Nun soll auch das desolate Brunnenhaus wieder glänzen.

Lokalaugenschein. Das Brunnenhaus wird laut Stadtchef Kurt Lentsch nun saniert. REITER  |  NOEN
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NEUSIEDL AM SEE / Vielen Neusiedlern ist gar nicht bekannt, welch Schatz sich im Hinterhof der Bezirkshauptmannschaft befindet: Vor etwa 100 Jahren wurde dort nämlich ein artesischer Brunnen gebohrt. Seither fließt aus dem 138 Meter tiefen Brunnen eines der wertvollsten Wässer im ganzen Burgenland. Das geht aus dem Ergebnis der Untersuchung hervor, die die Stadtgemeinde von der biologischen Station in Illmitz, die sich mit Wasseranalytik beschäftigt, in Auftrag gegeben hat.

Die Zusammensetzung weist einen sehr hohen Eisengehalt und auch überdurchschnittlich hohe Werte von Magnesium und Calcium auf. Den wenigsten ist heute noch bekannt, dass dieses Wasser sehr lange Zeit vom Krankenhaus Kittsee für Trinkkuren bei Patienten mit Leber-, Gallen- und Magenleiden verwendet wurde. Erst nachdem die Anlage vernachlässigt wurde und die hygienischen Voraussetzungen nicht die besten waren, stoppte man laut Neusiedls Amtsleiter Franz Renghofer das Projekt. Mittlerweile ist das Gebäude, in dem sich der Brunnen befindet, desolat und soll renoviert werden. Der Brunnen befindet sich im Eigentum des Landes Burgenland, wird aber seit Generationen von der Stadtgemeinde gewartet. Mit Einvernehmen des Landes wird nun die Renovierung gestartet.

Was viele Neusiedler außerdem nicht wissen: Aus dem Brunnen kann Wasser zur eigenen Verwendung kostenlos entnommen werden. „Allerdings sind es nicht 15 Liter, wie findige Bürger das auf die Tafel gemalt haben, sondern fünf Liter“, schmunzelt Bürgermeister Kurt Lentsch.