Erstellt am 24. Juli 2013, 00:00

Causa dayli: Vier Geschäfte geschlossen. Insolvenz / Am Dienstag der Vorwoche schlossen die vier dayli-Filialen in Gattendorf, Zurndorf, Tadten und Mönchhof ihre Pforten.

Letzte Worte. Die dayli-Filiale in Gattendorf ist Geschichte. KZF  |  NOEN
Von Katharina Zedlacher-Fink

BEZIRK NEUSIEDL AM SEE / Als am Dienstag der Vorwoche die dayli-Mitarbeiterinnen um neun Uhr ihre Arbeit antraten, mussten sie eine Stunde später ihren Arbeitsplatz wieder räumen: Ab 10 Uhr, am 16. Juli, wurden die dayli-Filialen in Gattendorf, Zurndorf, Tadten und Mönchhof geschlossen.

17 Mitarbeiterinnen von Schließungen betroffen

Einzig ein Hinweisschild, dass laufende Fotoarbeiten in einer Filiale in der Nähe abgeholt werden können, zeugt noch vom ehemaligen Drogeriefachmarkt. In Kittsee, Nickelsdorf, Gols, Halbturn, Podersdorf, Illmitz, St. Andrä und Andau sind die dayli-Filialen noch offen.

Vergangenen Mittwoch fanden sich die insgesamt 43 dayli-Mitarbeiterinnen des Bezirks zu einer Betriebsversammlung in der Arbeiterkammer in Neusiedl am See ein. Dabei ging es um das weitere Vorgehen bezüglich ausständiger Gehaltsansprüche vonseiten der Arbeitnehmer.

„Die 17 Mitarbeiter der geschlossenen Filialen werden schadlos gehalten. Das heißt sie bekommen alle Beendigungsansprüche, wie Abfertigungen, Gehalt, Urlaub und einen etwaigen Schadensanspruch. Für die noch bei dayli Beschäftigten ist die Situation noch kritisch. Weil ja niemand weiß, wie es mit den noch offenen Filialen weitergeht“, erklärt Herbert Karner, AK-Bezirksstellenleiter in Neusiedl am See.

Mitarbeiter erhalten Gehalt bis 5. Juli

Sicher ist aber bereits, dass das ausständige Gehalt für Juni einschließlich 5. Juli, als das Insolvenzverfahren gegen dayli eröffnet wurde, ausbezahlt wird. Möglich macht das der Insolvenzentgeltsicherungsfonds, der die Bruttoforderungen der Arbeitnehmer zu hundert Prozent übernimmt, wie Herbert Karner erklärt.