Erstellt am 11. November 2015, 11:01

von NÖN Redaktion und APA Red

Schärf will USA erobern. In Houston (Texas) eröffnete vor Kurzem die erste Franchise-Filiale der Neusiedler Kaffee-Dynastie.

Nun auch in Amerika. Die Unternehmensgruppe expandiert weiter und eröffnete ihren ersten Standort in der texanischen Stadt Houston.  |  NOEN, ZVG

Die Unternehmensgruppe von Reinhold und Marco Schärf expandiert weiter: Unlängst wurde die erste amerikanische Filiale der Coffeeshop Company im texanischen Houston eröffnet. Dabei gibt man sich landestypisch bei der Ausstattung mitsamt einem Drive­through mit 280 m2 und 70 Sitzplätzen.

Für Österreich begeistern will man die Amerikaner mit rot-weiß-roten Spezialitäten. „Großen Anklang findet das Essenskonzept, welches die Eröffnungsgäste nicht nur mit einer vielfältigen Auswahl an klassischen Coffeeshop Company Süßspeisen und Snacks, sondern vor allem mit der typisch österreichischen Spezialität, der Leberkäsesemmel, begeistert.

Über 300 Coffeeshops auf fünf Kontinenten

Für 2016 sind in Houston bereits die nächsten Standorte in Planung. Die Coffeeshop Company ist ein Tochterunternehmen der Schärf-­Unternehmensgruppe und mittlerweile mit über 300 Coffeeshops in sechs Ländern auf fünf Kontinenten vertreten. Das Familienunternehmen, wird in zweiter und dritter Generation von Reinhold Schärf und seinem Sohn Marco geführt.

Schärf will in den nächsten fünf bis zehn Jahren 70 Coffeeshops im Iran errichten. Laut "WirtschaftsBlatt"  ist der Vorvertrag mit einem Masterfranchisenehmer vor Ort bereits unterzeichnet. "Hier ist uns eine politische Situation zugutegekommen und wir haben die Gunst der Stunde genutzt", sagte Chef Reinhold Schärf.
 
In Russland hingegen bereiten dem Geschäftsführer die politische Entwicklungen Sorge. 2015 wollte man 100 Standorte aufweisen, liege hier aber bei 87. Statt der geplanten 20 bis 25 Shop-Zuwächse, ist man laut Schärf nur um fünf Geschäfte gewachsen. Die Umsätze würden in Russland zwar steigen, allerdings bleibe durch den Verfall des Rubels davon am Ende in den Bilanzen nicht viel übrig.
 
Den Schwerpunkt der Expansion hat das Unternehmen von Osteuropa mehr in Richtung Westen gelagert. Frankreich kam als Markt hinzu. Im Iran und in den USA sieht die Franchisekette das größte Wachstum in den nächsten Jahren. "Wenn wir keine Fehler machen, sind in den USA innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre bis zu 100 Geschäfte möglich."