Erstellt am 27. Oktober 2010, 00:00

Das Grundwasser steigt. BEDROHLICH / Kittsee und Pama sind betroffen. Land gab Studie in Auftrag, um nach den Gründen zu suchen. Niederschläge oder Stausee in Slowakei könnten Schuld sein.

Pressekonferenz. Prof. Alfred Paul Blaschke, Kittsee-Bürgermeister Klaus Senftner, Landesrat Werner Falb-Meixner, Pama-Ortschef Josef Wetzelhofer und Wasserbauexperte Helmut Rojacz (v.l.).CSW  |  NOEN
x  |  NOEN

VON CHRISTOPHER SCHNEEWEISS

PAMA / KITTSEE / Das Grundwasser steigt und es ist kein Ende in Sicht. „Bei uns stehen schon einige Keller unter Wasser“, berichtete Pamas SPÖ-Bürgermeister Josef Wetzelhofer. „Noch ist es bei uns nicht so arg, aber wir müssen mit einem weiteren Anstieg rechnen“, bangt auch Kittsees SPÖ-Ortschef Klaus Senftner.

Grundwasserspiegel hat bald  neuen Rekord erreicht

Wasserbauexperte Helmut Rojacz bestätigte: „Das Grundwasser ist beinahe schon so hoch, wie beim Höchststand im Jahre 1965.“ Nur noch weniger Zentimeter fehlen, um diesen Rekordwert zu erreichen.

Was die Gründe für den bedrohlichen Anstieg sind? „Das Donaukraftwerk Gabcikvo könnte Schuld sein“, meinte Landesrat Werner Falb-Meixner von der ÖVP. „Zumindest wird das behauptet. Um es aber herauszufinden, haben wir eine Studie auf der Technischen Universität in Auftrag gegeben.“

Der beauftragte Fachmann Prof. Alfred Paul Blaschke geht jedenfalls schon im Vorfeld davon aus, dass die Niederschläge Hauptgrund für das erhöhte Grundwasser sein könnten. Immerhin hat es heuer Rekordniederschlagswerte in unserer Region gegeben.

240 Millionen Kubikmeter  mehr Wasser im See

In einem ersten Schritt werden jetzt die Gründe für das Problem gesucht, um sodann unter die Lupe genommen zu werden. Interessant: Auch der Neusiedler See hat kräftig an Wassermenge gewonnen. Heuer wurden um 240 Millionen Kubikmeter mehr Wasser gemessen, als 2003.