Erstellt am 09. Januar 2014, 23:59

von Katharina Zedlacher-Fink und Pia Reiter

Dolezal-Residenz ab sofort geschlossen. Insolvenz / Die Beauty Vital Residenz in der Seestraße schließt ihre Pforten. Zuletzt gab es jährlich rund 7.200 Nächtigungen.

Steht zum Verkauf. Die 60-Betten Beauty-Farm in der Neusiedler Seestraße sucht nach einem Käufer und Nachfolger für Helga Dolezal.  |  NOEN, Zedlacher
Von Pia Reiter und Katharina Zedlacher-Fink

NEUSIEDL AM SEE / Die endgültige Schließung der „Beauty-Institution“ in der Neusiedler Seestraße kam für viele überraschend. Kurz und knapp wurde der Abschied auf der Internetseite der Beauty Vital Residenz bekannt gegeben: „Liebe Gäste, die Beauty-Vital-Residenz schließt ihre Pforten ab 7.1.2014.“ Der Hintergrund: Die Beauty-Residenz von Helga Dolezal wurde am 12. Dezember 2013 beim KSV 1870 als insolvent registriert.

Helga Dolezal gilt als  „Beauty-Pionierin“

Der zuständige Masseverwalter Gerwald Holper aus Eisenstadt erklärt: „Die Verbindlichkeiten können derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Die Recherche, was schließlich zum Aus geführt hat, ist noch nicht abgeschlossen.“ Derzeit wird laut Holper der Wert des Gebäudes geschätzt und dann im Rahmen des Insolvenzverfahrens verwertet. Zuletzt waren 35 Mitarbeiter in der Beauty-Vital-Residenz beschäftigt. Helga Dolezal galt mehr als zwanzig Jahre als Koryphäe im Bereich „Beauty“, hatte illustre Gäste wie zum Beispiel Waltraud Haas bei sich im Haus.

Loch in der Tourismus-Bilanz

Anstrengungen, einen Käufer für das 60-Betten-Haus zu finden gab es schon längere Zeit, wie von Remax, dem exklusiv mit dem Verkauf der Immobilie betrauten Immobilienbüro zu erfahren war. Der gewünschte Verkaufspreis wird mit 3,5 Millionen Euro angegeben.

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Neusiedls Tourismus wird die Schließung sicher zu spüren bekommen: „7.000 Nächtigungen weniger pro Jahr reißen ein ordentliches Loch in die Statistik“, sagt Bernd Szankovich, Geschäftsführer des Neusiedler Tourismusbüros. Damit verliert Neusiedl eines seiner zwei Vier-Sterne-Hotels. Auch Tourismusobmann Franz Rittsteuer zeigt sich besorgt über die Entwicklung bei den Nächtigungszahlen: „Das ist ein Schlag für uns und ein Problem für den Stadttourismus.“