Erstellt am 17. April 2013, 00:00

Doppelter Trickbetrug. Beim Geldwechsel / Trickbetrügerin suchte Zurndorfer Apotheke und „Nah & Frisch“ Markt in Wallern auf - hier wurden 200 Euro erbeutet.

Von Bettina Scheidl

ZURNDORF / WALLERN / Wechselgeldbetrüger scheinen derzeit Geschäfte des Neusiedler Bezirks im Visier zu haben: Am Mittwoch hatte es eine bisher unbekannte Frau auf das Geld der „Nah & Frisch“- Marktfiliale in Wallern abgesehen, wo sie die 56-jährige Kassierin im Zuge des Geldwechsels tatsächlich um 200 Euro betrügen konnte. Tags darauf versuchte dann eine 40-jährige Frau mit Säugling auf dem Arm, in der Apotheke von Gustav Neubauer in Zurndorf auf demselben Wege Geld zu erbeuten - hierbei scheiterte der Versuch allerdings.

Ob es sich dabei um die ein und dieselbe Trickbetrügerin handelt, kann seitens der Landespolizei nicht bestätigt werden, wie Wolfgang Bachkönig erklärt: „Ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen kann aber nicht ausgeschlossen werden.“ Neue Hinweise gebe es derzeit nicht, erklärt Alexandra Hareter von der Landespolizei weiter: „Wir wissen auch nicht, ob es sich um eine oder mehrere Tätergruppen handelt. Ein Zeuge nahm allerdings wahr, wie die Trickdiebin von Wallern mit einem PKW in Richtung St. Andrä flüchtete.“

Zwei Packerl Zigaretten: Um 200 Euro betrogen 

Im Lebensmittelmarkt in Wallern bezahlte eine unbekannte Frau am Mittwoch zwei Päckchen Zigaretten mit einem 500 - Euro Schein. Als die Kassiererin der Frau ihr Wechselgeld aushändigen wollte, meinte diese jedoch, dass ihr die Zigaretten zu teuer wären und sie stattdessen ihr Geld zurückhaben wollte, bestätigt Alexandra Hareter gegenüber der BVZ. Daraufhin händigte die Angestellte der vermeintlichen Kundin den 500 Euro Schein aus, die Frau gab ihr das Wechselgelb zurück und verließ fluchtartig die Filiale mit 200 Euro in der Tasche, wie die Angestellte kurz darauf beim Nachzählen des Geldes feststellte.

„Da klingelten bei mir alle Alarmglocken“ 

Ähnliches passierte auch Gustav Neubauer, Besitzer der Zurndorfer Apotheke, am vergangenen Donnerstag: „Eine Dame wollte Körperpflegemittel um etwa elf Euro mit einem 500 - Euro Schein bezahlen. Kurz darauf schob sie die Ware weg und meinte, dass sie ihr Wechselgeld zurück wolle. Da klingelten bei mir bereits alle Alarmglocken, da ich auch durch ein Rundschreiben vorgewarnt war.“ Als die Frau dann partout auf ihr Retourgeld bestand, gab ihr Neubauer zu verstehen, die Polizei zu rufen: „Daraufhin ließ sie alles liegen, sogar das Geld, und verließ sofort die Apotheke.“ Eine Fahndung blieb ergebnislos.