Erstellt am 19. Januar 2011, 00:00

Drei Grenzdienstposten im Bezirk betroffen. POLIZEI /  Innenministerin will Andau, Apetlon und Deutsch Jahrndorf zusperren, SPÖ kritisiert Fekters Informationspolitik.

Vor Ort. Landeshauptmann Hans Niessl und Nationalrat Erwin Preiner sowie Polizei-Gewerkschafter Manfred Bleich sagten Personalvertreter und Kommandant-Stellvertreter Horst Kirschner und Andaus Postenkommandant Stefan Kirchknopf sowie Bürgermeister Matthias Gelbmann ihre Unterstützung zu.PIA REITER  |  NOEN
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ANDAU/APETLON/DEUTSCH JAHRNDORF / Für viel Wirbel im Bezirk sorgen die neuen Pläne von Innenministerin Maria Fekter: Drei Grenzdienststellen der Polizei sollen bis 1. Juli zugesperrt werden. Derzeit versehen auf den betroffenen Dienststellen in Apetlon zehn, in Andau neun und in Deutsch Jahrndorf zwei Polizisten ihren Dienst. Die Beamten sollen auch weiterhin im Bezirk stationiert bleiben, versichert die Ministerin. „Wir wissen aber noch nicht, wo wir in Zukunft unseren Dienst versehen. Wir sind kein normaler Posten, sondern zur Anlaufstelle für die Bürger geworden“, sagt einer der betroffenen Polizisten Horst Kirschner, stellvertretender Postenkommandant in Andau. Andaus Bürgermeister Matthias Gelbmann (SPÖ) kritisiert: „Der Grenzübergang Andau ist der drittgrößte im Bezirk ist sehr stark frequentiert. Das hat die Ministerin nicht überlegt.“ Der nächste Grenzübergang in Pamhagen sei circa 15 Kilometer entfernt. Landeshauptmann Hans Niessl zeigt sich überrascht, wie das Innenministerium ohne Rücksprache mit dem Land die Auswahl der Dienststellen vorgenommen hat: „Ich wurde über die Schließungen informiert, ohne dass es dazu Gespräche, Verhandlungen oder irgendeine Information im Vorfeld gegeben hätte.“

Niessl will mit Fekter über   Schließungen verhandeln

Im Bezirk würden drei Dienststellen geschlossen, obwohl dort gerade ein Drittel der Gesamtkriminalität im Burgenland verkraftet werden müsse. Das sieht auch Gelbmann so: „Nachdem man die Vorfälle in Griff bekommen hat, löst man jetzt Dienstposten auf.“ Niessl zeigt sich zu Verhandlungen mit Innenministerin Maria Fekter bereit, betont aber: „Die Sicherheit im Burgenland darf aber keinesfalls beeinträchtigt werden.“

Strommer (ÖVP) setzt auf  Verhandlungen mit Fekter

„Jetzt kommt es auf das Verhandlungsgeschick des Landes an. Landeshauptmann Hans Niessl und Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl sollen das mit Innenministerin Maria Fekter in Aussicht gestellte Gespräch nutzen“, sagt ÖVP-Sicherheitssprecher Klubobmann Rudolf Strommer. „Ich will, dass unsere Bevölkerung Vertrauen in die gute Arbeit der Exekutive hat. Sie leistet Hervorragendes für unser Burgenland. Bei der Aufklärungsquote liegt das Burgenland im Spitzenfeld. Um das weiterhin zu gewährleisten, fordern wir einen Grundkurs zur Ausbildung junger Polizisten im Burgenland“, so Strommer.