Erstellt am 05. September 2012, 00:00

Dreister Hollerdiebstahl. ANGST / Betroffener Bürger fordert die Politik auf, sich mehr für die Sicherheit der Bevölkerung in der Grenzregion einzusetzen.

VON CHRISTIAN TESKE

NICKELSDORF / DEUTSCH JAHRNDORF / “Macht endlich etwas, damit wir wieder in Sicherheit leben können“, das ist der Tenor eines Nickelsdorfer Landwirts (Name der Redaktion bekannt) an die verantwortlichen Politiker. Ihm wurden von seiner drei Hektar großen Holunderplantage, die direkt an der ungarischen Grenze liegt, in den vergangenen fünf Tagen systematisch rund elf Tonnen reife Beeren gestohlen .

„Ich kenne den Acker seit meiner Kindheit, aber jetzt habe ich ein permanentes Angstgefühl, nur wenn ich schon in die Nähe komme“, schildert er seine derzeitige psychische Situation. „Die Diebe kamen nächtens und ernteten von innen nach außen. Bei einer Staudenhöhe von rund vier Metern waren die „Arbeiter“ nicht auszumachen“, beschreibt er den Sachverhalt aus seiner Sicht. Als kurios empfindet er auch, wie die Sache vonseiten eines nahe gelegenen ungarischen Verarbeitungsbetriebes gehandhabt wird. „Reife Holunderbeeren sind eine sensible Ware. Sie müssen sofort verarbeitet werden. Dort gibt es allerdings, zumindest für mich und die Polizei, keinerlei einsehbare Buchführung über die Anlieferer. Das ist eine Situation, die der Illegalität Tür und Tor öffnet“, so seine persönliche Interpretation.

Nach der ersten Anzeige am vergangenen Freitag war die kriminalpolizeiliche Spurensicherung vor Ort. Weiters hat die Polizei den Sachverhalt über das Nickelsdorfer Kooperationszentrum an die ungarischen Kollegen weitergeleitet. Gleiches geschah nach der zweiten Anzeige vom vergangenen Samstag. Der angerichtete Schaden beläuft sich auf rund 13.000 Euro.