Erstellt am 14. Mai 2014, 10:16

von Christoph Weisz

Eigenen Freund bestohlen. Getäuscht | Frau täuschte aus Geldnot Einbruch vor und stahl Bargeld des Freundes. Polizeiermittlungen überführten die Betrügerin.

Um ihre Schulden zu begleichen stahl eine 20-Jährige 330 Euro von ihrem 34-jährigen Freund, bei dem sie des Öfteren übernachtete. Ihr Freund, der bei der Feuerwehr tätig ist, hatte das Geld von der letzten „Floriani-Sammlung“ und bewahrte es in einer Lade in seiner Wohnung auf.

Das wusste auch die 20-Jährige. Sie wartete, bis der 34-Jährige die Wohnung verließ, und stahl danach das Geld.
Damit man ihr das Verschwinden des Geldes nicht zulasten legen konnte, versuchte die Frau einen Einbruch in die Wohnung ihres Freundes vortäuschen. Dazu machte sie sich im Internet schlau, wie man einen Einbruch in die Wohnung fingieren konnte. Sie malte Zeichen, die sich Einbrecher hinterlassen, an die Eingangstür.

Sie selbst war es, die eine Anzeige bei der Polizei erstattete und dann behauptete, dass das Geld gestohlen wurde.

Anzeige auf freiem Fuß

„Die Frau hat erhebliche Schulden und hat auch schon früher Geld gestohlen,“ erzählt Daniela Bauer, Polizeikommandantin in Kittsee, „bei der Spurensicherung konnten die Beamten jedoch keinen Hinweis auf einen Einbruch feststellen. Nach dem Verhör, in dem sich die Frau in Widersprüche verstrickte, gab sie schließlich zu, den Einbruch nur vorgetäuscht zu haben und das Geld selbst gestohlen zu haben.“

Mit den insgesamt 330 gestohlenen Euro, beglich die 20-Jährige einen Teil ihrer Schulden, kaufte sich Handyguthaben und Lebensmittel. Die restlichen 147 Euro konnten noch von der Polizei sichergestellt und der Feuerwehr übergeben werden. Eine Anzeige auf freiem Fuß war die Folge.