Erstellt am 25. Mai 2016, 01:54

von Pia Reiter

Eigentümerwechsel: Berger-Kaserne vor Verkauf. Die Wohnbaugesellschaft Migra verhandelt mit der Soravia Gruppe und will Objekt nach zehn Jahren verkaufen.

Wechsel. Geht alles glatt über die Bühne, könnte die Berger-Kaserne schon bald einen neuen Eigentümer haben: Die Wohnbaugesellschaft Migra plant, das Objekt an die Soravia Gruppe zu verkaufen.  |  NOEN, Foto: Birgit Böhm-Ritter
Nach zehn Jahren zieht die Migra nun einen Schlussstrich unter das Kapitel Berger-Kaserne: 2006 kaufte die Migra gemeinsam mit der Arwag Holding AG die Kaserne in der Unteren Hauptstraße um 8,6 Millionen Euro.

Doch seitdem ist nichts passiert. Nun gibt es Verhandlungen mit der Soravia Gruppe über einen Verkauf des Gebäudes, bestätigt Migra-Geschäftsführer Alfred Petritz: „Die Gerüchte stimmen. Es wird über einen Verkauf nachgedacht und gerade geprüft, ob die Kaserne veräußert werden kann. Bei der Soravia Gruppe ist Interesse an einem Kauf vorhanden. Die Gespräche sind in den letzten Zügen, wir sind auf einem guten Weg, es sollte bald konkret werden.“

Den Rückzug erklärt der Migra-Geschäftsführer so: „Es hat sich am Ende des Tages für uns nicht mehr gerechnet, auch wegen der Auflagen in Sachen Denkmalschutz. Wir konnten das Potenzial leider nicht abrufen und in einem wirtschaftlich nutzbaren Projekt umsetzen.“

"Durch den exponierten Standort verdient
sich das Objekt auch eine adäquate Nutzung“

Keines der von der Migra ursprünglich vorgesehenen Projekte in der Kaserne konnte umgesetzt werden. Zuerst war ein Wohnprojekt mit hohen Räumen im denkmalgeschützten Objekt geplant. Doch das fand zu wenig Interessenten, da sich hohen Sanierungskosten auch auf die Kosten für die Wohnungen niederschlugen und die burgenländische OSG und Nebau im Kasernenareal Neubauten zu günstigeren Konditionen anbieten konnten. Bei der Suche nach einer Alternativnutzung wurde kurzzeitig überlegt, mit einem Partner ein Projekt in Richtung Beherbergung zu starten. Auch der Bau von Seniorenresidenzen war im Gespräch.

Zuletzt wurde wieder einmal versucht, das Projekt zu beleben: Ein neues Planungskonzept sah kleinere Wohnungen im Bereich von 50 bis 110 Quadratmetern vor. Damit sollten mithilfe eines burgenländischen Partners 140 Wohnungen in die Kaserne kommen.

Für die Zukunft der Kaserne ist Petritz trotz allem zuversichtlich und wünscht sich: „Bei der Soravia sitzen sehr kreative Köpfe. Durch den exponierten Standort verdient sich das Objekt auch eine adäquate Nutzung.“