Erstellt am 09. Mai 2014, 12:23

Einbruch vorgetäuscht: Freund bestohlen. Eine 20-jährige Frau hat sich eine Anzeige eingehandelt, weil sie in Kittsee (Bezirk Neusiedl) einen Einbruch vorgetäuscht und ihren Freund bestohlen haben soll.

 |  NOEN, Stefan Obernberger
Der Mann hatte 330 Euro für die Feuerwehr gesammelt und das Geld zu Hause aufbewahrt. Um den fingierten Einbruch glaubhaft erscheinen zu lassen, soll die Frau "Gaunerzinken" an die Eingangstür gemalt haben, so die Polizei am Freitag.

Flucht aus finanzieller Notlage

Die 20-Jährige hatte laut Landespolizeidirektion Burgenland zum wiederholten Mal bei ihrem Freund in dessen Wohnung in Kittsee übernachtet. Da sie sich in einer finanziellen Notlage befunden und von der Feuerwehrsammlung gewusst habe, soll sie am Donnerstag, nachdem der 34-Jährige die Wohnung verlassen hatte, das in einer Lade versteckte Geld genommen und damit ihre Schulden beglichen haben.

Außerdem habe sie damit eine Handywertkarte und Lebensmittel gekauft. 147 Euro seien übrig geblieben und konnten sichergestellt werden, so die Exekutive.

Frau verwickelte sich in Widersprüche

Die sogenannten "Gaunerzinken" - also Geheimzeichen, die Einbrecher an die Tür malen - soll sie im Internet recherchiert haben. Danach habe sie Anzeige erstattet und behauptet, dass die Täter das Geld gestohlen hätten.

Im Laufe der Ermittlungen stellte sich jedoch heraus, dass in die Wohnung keinesfalls eingebrochen wurde. Die Frau verwickelte sich außerdem immer wieder in Widersprüche und legte schließlich ein Geständnis ab.