Erstellt am 24. August 2013, 10:34

Einbruchsversuch in Holunder-Anlage. Deutsch Jahrndorf / Die Holunder-Anlage eines Landwirt ist in der Nacht auf heute, Samstag, erneut Ziel von Einbrechern gewesen.

Vor knapp einem Jahr hatten Unbekannte an mehreren Tagen eine Holunderplantage in Deutsch Jahrndorf (Bezirk Neusiedl am See) geplündert, der Warenwert betrug 12.000 Euro, so der Betroffene. Dieses Mal sei es nur beim Versuch geblieben, lediglich ein paar Kilo konnten die Diebe erbeuten, erläuterte er. Der Landwirt hat nun eine Ergreiferprämie in der Höhe von 2.000 Euro ausgesetzt.

"Ein Kollege hat das auch bei Traktordieben gemacht. Deswegen habe ich nun auch eine Ergreiferprämie ausgesetzt und erhoffe mir dadurch Hinweise zu bekommen", sagte er.


Polizei sofort verständigt

Die Unbekannten hatten auch dieses Mal versucht von der ungarischen Seite aus in die Anlage, die nahe der Grenze liegt, einzubrechen. "Ich habe meine Anlage in der Nacht bewacht. Als ich etwas bemerkt habe, habe ich die Polizei verständigt", schilderte der Bauer, der auch in den kommenden Nächten sein "Hab und Gut" beaufsichtigen will.

Ca. 1.000 Euro Schaden

Die Schadenssumme schätzt der Betroffene auf etwa 1.000 Euro. "Anders als im vorigen Jahr ist dieses Mal kein Produkt-, sondern nur Sachschaden entstanden. Die Täter haben den Zaun niedergerissen." Durch das schnelle Eingreifen der Polizei habe größerer Schaden verhindert werden können. Die Polizei hat nun die Ermittlungen aufgenommen. Sachdienliche Hinweise sollen an die Polizeidienststelle Nickelsdorf (Telefon: 059133-1145) gerichtet werden, so der Landwirt.

Bei dem Coup im Vorjahr ging die Polizei zunächst von etwa elf Tonnen gestohlenen Holunderbeeren aus. Bei der Beute handelte es sich um Edelholunder, der auch in der Pharmazie und in der Farbmittelindustrie verwendet wird. Die Täter waren damals knapp eine Woche am Werk, als er selbst ernten wollte, bemerkte der Besitzer den Schaden. Auch im Vorjahr zwickten die Unbekannten den Zaun auf, um an die Beeren zu gelangen.

Aufgrund der Menge des Diebesguts ging man bei der Exekutive davon aus, dass mehrere Täter am Werk waren. Auch für den Abtransport waren entsprechende Kapazitäten notwendig. Diejenigen, die die "Ernte" durchführten, dürften nicht gewusst haben, dass es sich um Edelholunder handelt. Somit dürften die Beeren nicht für pharmazeutische Zwecke, sondern wohl eher zum Herstellen von Saft verwendet werden.