Erstellt am 08. April 2015, 11:00

von Birgit Böhm-Ritter

Bleibt Bahnübergang?. Bescheid des Landes besagt Schließung in Pamhagen. Beschwerde durch Ortschef beim Landesverwaltungsgerichtshof

Vor allem für die Landwirte würde ein aufgelassener Bahnübergang viele Umwege bedeuten.  |  NOEN, BVZ

Jetzt ist es amtlich: In Pamhagen soll eine Eisenbahnkreuzung geschlossen werden. Die Neusiedler Seebahn hat im Herbst bei der Landesregierung die Auflassung zweier Übergänge auf Pamhagener Ortsgebiet beantragt.

Nach Verhandlungen zwischen Gemeinde, Neusiedler Seebahn und Landesregierung wartet die Gemeinde seitdem auf einen Bescheid der Landeregierung. Nun wurde eine Entscheidung gefällt: Einer der beiden Bahnübergänge, nämlich jener auf der Hottergrenze zu Wallern (bei Kilometer 69,5) soll aufgelassen werden.

Tschida: „Verkehrsaufkommen würde steigen“

Bürgermeister Josef Tschida (ÖVP) kann sich mit dieser Entscheidung nicht abfinden. „Wir haben eine Verkehrsbelastungsstudie in Auftrag gegeben, die besagt, dass das Verkehrsaufkommen und die damit verbundenen Emissionen steigen würden“, erklärt er seinen Unmut. Landwirte, aber auch Gäste müssten größere Umwege machen, um auf ihre Äcker oder zum Tierpark zu kommen.

Einer Schließung der Eisenbahnkreuzung wollen die Pamhagener nicht kampflos zustimmen, davon zeugt ein einstimmiger Gemeinderatsbeschluss aus dem Vorjahr. Deshalb hat Ortschef Tschida nun eine Beschwerde beim Landesverwaltungsgerichtshof eingereicht.

Eine Entscheidung dieser Instanz erwartet er in den nächsten vier bis acht Wochen. Erhofft hätte Tschida sich dabei auch die Unterstützung seines Amtskollegen aus Wallern Helmut Huber (SPÖ). Eine gemeinsame Beschwerde hätte mehr Gewicht, so Tschida, der glaubt, dass von der Schließung des Überganges auch die Nachbarortschaft durch höheres Verkehrsaufkommen stärker betroffen sein werde.

Wallerns Ortschef sieht keinen Handlungsbedarf

Wallerns Ortschef Helmut Huber sieht dagegen derzeit keinen Handlungsbedarf: „Eine Beschwerde genügt ja“, meint er. Dass es auch in seiner Gemeinde selbst zu einer Schließung einer Eisenbahnkreuzung kommen werde, hält er für unwahrscheinlich.