Erstellt am 22. März 2012, 15:20

Elfköpfige Drogenbande in Ostösterreich ausgehoben. Beamte der Suchtmittelgruppe des Bezirkspolizeikommandos Neusiedl am See haben eine elfköpfige Drogenbande ausgehoben. Die Männer und Frauen waren laut Polizei in Ostösterreich tätig.

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Sie sollen seit 1999 Cannabis und Speed im Straßenverkaufswert von 1,1 Millionen Euro unter die Leute gebracht haben, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland am Donnerstag. Für drei Frauen und fünf Männer klickten die Handschellen, drei weitere Personen wurden angezeigt.

"Das Hauptgeschäft lief erst seit 2009", erklärte ein Ermittler. Einen 31-jährigen Wiener, der von Anfang an in die Geschäfte verwickelt gewesen sein soll, nahmen die Beamten am Dienstag fest. Zu ihm sei man über ein "U-Boot", einen 32-Jährigen, der am Montag festgenommen wurde, gekommen, so der Polizist.

Rund 700 Cannabispflanzen soll die Bande an vier Standorten in den Bezirken Hollabrunn und Wien-Umgebung sowie in Wien mittels Indooranlage angebaut und geerntet haben. Bei der "Pflege" der Pflanzen wurden drei Männer von ihren Frauen, darunter auch eine Behindertenbetreuerin, unterstützt. An die Kunden aus Ostösterreich sollen schließlich rund 110 Kilogramm Cannabisblüten und etwa ein halbes Kilogramm Speed verkauft worden sein.

Die Gruppe wird außerdem verdächtigt, an zwei Standorten Strom für die Betreibung der Plantagen angezapft zu haben, erzählte der Beamte. Die festgenommenen Männer wurden in die Justizanstalt Eisenstadt, die Frauen nach Wr. Neustadt gebracht. Bei einem angezeigten Pärchen handle es sich um "Kleindealer". Ein weiterer Mann erhielt eine Anzeige, weil er "ein bisschen Suchtgift dabei gehabt hat. Nachweisen konnten wir ihm im Zusammenhang mit dieser Tätergruppe nichts", sagte der Polizist.