Erstellt am 06. August 2014, 11:49

von Katharina Zedlacher-Fink

Enercon: Weniger Aufträge. Personalabbau / Abbau von rund 50 Beschäftigten, darunter großteils Leiharbeiter aufgrund weniger Windkraftprojekte in Europa.

Reaktion auf temporäre Marktentwicklungen. Derzeit gibt es in Europa weniger Windenergieprojekte, deshalb wurde der Mitarbeiterstand im Betonturmwerk in Zurndorf auf 144 gesenkt.  |  NOEN, BVZ
Aktuelle temporäre Marktentwirklungen in Europa hätten die Firma Enercon veranlasst, ihre Mitarbeiterzahl im Betonturmwerk in Zurndorf auf 144 zu reduzieren, heißt es auf Anfrage der BVZ aus der Konzernzentrale in Deutschland.

Betroffen vom Personalabbau seien rund 50 Beschäftigte, darunter großteils Leiharbeiter. Nach einem Rückgang bei lokalen sowie bei Export-Windenergieprojekten sah sich das Unternehmen zu diesem Schritt gezwungen.

Auch die jüngste Änderung des EEG (siehe Infobox unten) in Deutschland sei für die Maßnahme mit ausschlaggebend gewesen, sowie temporäre Beschränkungen für die Schifffahrt auf der Donau, die Lieferungen nach Deutschland verzögert und zu einem höheren Lagerbestand von Betonsegmenten in Zurndorf geführt hätten.

„Im gleichen Zuge streben wir interne Schulungen an. Dabei sollen auch Weiterbildungsmaßnahmen angeboten werden, die unsere Mitarbeiter aus der Produktion zu Servicekräften weiterbilden“, heißt es vonseiten Enercons.

Bürgermeister: „Zubau ist fix“ 

Trotz dementsprechender Marktentwicklungen ist ein neues Gebäude auf dem Gelände des Zurndorfer Betonturmwerkes bereits fix. „Es wird einen Zubau geben. Wir haben im Oktober bereits die Bauverhandlung und die behördlichen Verfahren befinden sich im Endspurt“, sagt Zurndorfs Bürgermeister Werner Friedl.
 


Information

Das neue EEG (Erneuerbare Energie Gesetz) ist in Deutschland seit 1. August in Kraft und regelt den Ausbau von erneuerbarer Energie, darunter auch die Windenergie. Neu sind geringere Förderungen für neue Ökostromanlagen und für die Erzeugung von grünem Strom.