Erstellt am 21. November 2012, 00:00

„Er hat sich gewehrt“. Fleischwunde / Mit einer Schere stach ein Bursch in die Schulter seines Mitschülers. Zuvor soll er festgehalten und aufs Auge geschlagen worden sein.

GOLS / Eine Rauferei nach Schulschluss sorgte am Freitag für jede Menge Zündstoff: Noch in der Schule hatten sich zwei 13-jährige Schüler der Neuen Mittelschule Gols ausgemacht, sich nach Schulschluss für eine Prügelei zu treffen. Zunächst wurde über eine Rauferei zwischen zwei Burschen berichtet, in der einer der Schüler eine Schere in die Schulter des anderen Burschens gestochen hatte, laut ersten Berichten von Mitschülern soll jedoch noch ein dritter Schüler in den Vorfall verwickelt gewesen sein.

„Schüler haben berichtet, dass der Bursch von einem Viertklassler festgehalten wurde, während ihm der andere Schüler einen Faustschlag aufs Auge versetzt hat. Im Affekt dürfte sich dieser dann mit der Schere gewehrt haben“, schildert Direktor Johann Schrammel.

Da die Wunde stark blutete, wurden sofort Notarzt und Eltern des verletzten Burschen verständigt: „Es stellte sich heraus, dass der Schüler eine Fleischwunde erlitt, er wurde sogleich in häusliche Pflege entlassen und war am Montag bereits wieder in der Schule“, so Schrammel.

Auf Anfrage der BVZ erklären die Eltern jenes Schülers, welcher die Schere in die Schulter seines Mitschülers stach (Name ist der Redaktion bekannt), dass man keinen Kommentar abgeben werde, allerdings sei nicht ihr Sohn alleine für den Vorfall verantwortlich - er kam mit einem geschwollenen Auge nach Hause. Unmittelbar nach der Auseinandersetzung der zwei Burschen sei der Schulpsychologe und der Jugendanwalt eingeschaltet worden, erklärt Schrammel weiter. Bezirkshauptmann Martin Huber bestätigt, dass man den Bericht über den Vorfall auf Anraten der Polizei an die betreffende Referatsleiterin übergeben werde.

Nun stehe vor allem die erneute Eingliederung der zwei Burschen in den Schulverband im Fokus, erklärt Schulpsychologe Klaus Fandl, der am Montag bereits für ein erstes Gespräch an der Neuen Mittelschule war. „Es werden weitere Gespräche folgen, in denen versucht wird, Frieden zwischen den beiden Schülern zu stiften“, sagt Schrammel.