Erstellt am 25. Juni 2014, 12:59

Erbschaft bringt erneut Geldsegen für Ort Gols. Für den burgenländischen Ort Gols gibt es einen neuen Geldsegen.

Zwei mittlerweile verstorbene Brüder haben der Gemeinde ihr gesamtes Vermögen vermacht. Ging man ursprünglich von einer Million Euro aus, so dürfen sich die Golser nun über weitere 225.000 Euro aus der Schweiz freuen, bestätigte Ortschef Hans Schrammel (SPÖ).

Schon im Jahr 2012 hatte in der Gemeinde die Nachricht von der Erbschaft für Aufregung gesorgt. Gönner sind die beiden in Tschechien geborenen Brüder Georg und Radim Jetel. Beide hatten Medizin studiert, danach praktizierte einer als Arzt in Schweden, der andere in Wien. Beide Brüder waren im März 2012 gestorben.

In ihrem letzten Willen hatten die Mediziner die Gemeinde Gols als Universalerbin bestimmt. Von der Erbschaft befänden sich mittlerweile rund 440.000 Euro auf dem Gemeindekonto, so Schrammel. Ein Haus in Schweden wurde bereits verkauft, eine Wohnung in Wien stehe noch zum Verkauf an.

Gemeinde muss nachweisen, erbberechtigt zu sein

Bei einer Schweizer Bank seien nun zwei Nummernkonten der Brüder aufgetaucht, auf denen sich insgesamt rund 225.000 Euro befanden. Die Bank habe selbst die Gemeinde benachrichtigt: "Die haben im Internet gesehen, dass wir die Erben sind", so Schrammel. Auf die Konten, auf denen sich längere Zeit nichts bewegt habe, sei das Geldinstitut bei einer Revision aufmerksam geworden.

Um die neuerliche Erbschaft antreten zu können, müsse die Gemeinde nachweisen, dass man erbberechtigt sei. "Es ist alles im Laufen", berichtete Schrammel. Natürlich müsse man auch dafür Steuer zahlen: "Aber es soll nichts Ärgeres passieren", so der Ortschef.

Alles in allem haben die Brüder der Gemeinde Gols somit rund 1,2 Millionen Euro hinterlassen - weitere zukünftige Überraschungen seien wohl nicht ganz auszuschließen. Mit dem Geld soll ein Mehrzweckgebäude errichtet werden. Weshalb das Brüderpaar gerade die nordburgenländische Gemeinde mit dem Millionenerbe beglückt, darüber darf gerätselt werden. Vermutet wird, dass dabei auch der Wein, den sich die Brüder bei ihren früheren Besuchen in Gols holten, eine Rolle spielen könnte.