Erstellt am 18. Mai 2011, 00:00

Erdrutschsieg für Ulram. ORTSCHEF GEWÄHLT / Ulram (ÖVP) mit absoluter Mehrheit an der Spitze, dahinter folgen Regner (SPÖ) und Berger (Bürgerliste)

Handschlag nach der Wahl: Der neue und alte Vize-Bürgermeister Alfred Regner gratuliert dem frischgebackenen Ortsschef Markus Ulram. BÖHM-RITTER  |  NOEN
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HALBTURN / Markus Ulram hat mit 51,19 Prozent der Stimmen die Wahl um das Bürgermeisteramt in Halbturn für sich entschieden. Für viele überraschend, dass ihm das am Sonntag gleich beim ersten Wahlgang gelungen ist. Auch für Ulram selbst: „Bei drei Kandidaten muss man grundsätzlich eine Stichwahl erwarten.“ Das Gefühl nach dem Wahlsieg sei aber unbeschreiblich. Mit diesem Stimmenanteil erreichte Ulram fast annähernd das gleiche Ergebnis wie sein Vorgänger Peter Nachtnebel (ÖVP) bei der Wahl 2007. Lediglich 0,2 Prozent fehlten Markus Ulram.

Persönlich enttäuscht zeigte sich der SPÖ-Kandidat Alfred Regner. Er hatte fest mit einer Stichwahl gerechnet. Nach dem Rücktritt des Bürgermeisters Peter Nachtnebel hat er als Vize-Bürgermeister seit Beginn des Jahres die Amtsgeschäfte geführt. Er habe zwar sechs Prozent an Stimmen gewonnen, der Wähler habe aber nicht erkannt, wer positiv arbeite, so Regner. „Als Demokrat muss ich den Wählerwillen akzeptieren“, sagt er.

14,33 Prozent der Wähler stimmten am Sonntag für Rudolf Berger (Bürgerliste Halbturn). „Eine schwere Niederlage“, wie er selber zugibt. Er habe 25 Prozent erwartet. 2007 konnte er noch 20 Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Einzig positives Resümee, das er aus diesem Wahlsonntag ziehen kann: „Eine Stichwahl ist uns erspart geblieben.“

So groß die Enttäuschung im Lager der SPÖ und der Bürgerliste, so groß war die Freude in der Volkspartei. Gratulationen kamen nicht nur von Klubobmann Rudi Strommer, sondern auch von Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl: „Der Sieg ist in erster Linie ein Erfolg von Markus Ulram“, sagen beide unisono. Als ÖVP dürfe man sich aber mit ihm mitfreuen.

Gestärkt aus der Wahl ist sich Markus Ulram trotzdem im Klaren, dass in der Gemeinde „an einem Strang“ gezogen werden muss: „Gemeinsam können wir einiges erreichen“, ist er sich sicher. Alfred Regner wird auch in Zukunft sein Amt als Vize-Bürgermeister fortführen.