Erstellt am 16. November 2011, 00:00

Erfolg für Trappenschutz. MEHR LEBENSRAUM / Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft zum Schutz des Vogels bringt Wiederbesiedelung.

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ILLMITZ/ PARNDORFER PLATTE / Umfangreiche Schutzmaßnahmen führten nach einem jahrzehntelangen Bestandsrückgang zu einer Wiederbesiedelung von Brutplätzen. So konnten Anfang November wieder rund 410 Großtrappen gezählt werden. Die rund 155 Hähne und 255 Hennen leben im Nordburgenland (Hanság sowie im Natura 2000-Gebiet Parndorfer Platte - Heideboden), in Teilbereichen von Niederösterreich sowie in den grenznahen Gebieten in Ungarn, der Slowakei und der Tschechischen Republik. Die Großtrappe ist ein Bewohner offener, ungestörter Landschaften.


Die Hähne erreichen ein durchschnittliches Gewicht von bis zu 16 Kilogramm und zählen zu den schwersten flugfähigen Vögeln. In den letzten Jahren wurde der Lebensraum der Großtrappe im Europaschutzgebiet Parndorfer Platte - Heideboden deutlich verbessert. So wird im Gebiet auf Tourismus gezielt verzichtet und von der Bevölkerung, insbesondere den Landwirten und Jägern, vor allem zur Brutzeit jede unnötige Störung vermieden. Mehr als 160 Landwirten legten bis zu 1.350 Hektar Trappenschutzflächen an und bewirtschaften diese. „Im Rahmen des LIFE Projektes „Großtrappe“ wurden rund 14 km 20kV-Mittelspannungsleitungen erdverkabelt und 76,5 km Hochspannungsleitungen markiert. Dadurch wurde die Kolissionsgefahr von Großtrappen mit Freileitungen verringert“, erklärt Agrar-Landesrat Andreas Liegenfeld.