Erstellt am 04. Mai 2011, 00:00

Ermittlungen eingestellt. UNTERSUCHUNG GEGEN PFARRER / Staatsanwaltschaft: „Übergriffe gegeben, strafrechtlich relevante Grenze nicht erreicht.“

Erleichtert. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein.  |  NOEN
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PARNDORF / Einige Eltern von Parndorfer Volksschulkindern werden aufatmen, andere jedoch mit Unverständnis reagieren: Nach Vorwürfen von mehreren Elternteilen gegen Pfarrer Branko Kornfeind und dessen Erziehungsmethoden im Religionsunterricht hat die Staatsanwaltschaft (StA) Eisenstadt die Untersuchung nun beendet.

Das Verfahren – ermittelt wurde wegen Verdachts der Nötigung und des Quälens Minderjähriger im Schulunterricht – wurde eingestellt. Laut Staatsanwaltschaft Eisenstadt habe es in der „Causa Kornfeind“ zwar Übergriffe gegeben, die strafrechtlich relevante Grenze sei in diesem Fall jedoch nicht erreicht worden. Das bestätigte Magdalena Eichinger von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt gegenüber der BVZ.

Was jedoch nicht aufgehoben werden soll, ist das derzeitige Unterrichtsverbot, welches gegen Branko Kornfeind an den drei Volksschulen Parndorf, Neudorf und Pama vorliegt. Die Suspendierung des Geistlichen als Religionslehrer an ebendiesen Volksschulen soll weiterhin aufrecht erhalten bleiben, gibt Landesschulratspräsident Gerhard Resch zu verstehen.

Kornfeind hingegen wollte sich dazu gegenüber der BVZ nicht äußern. Die offizielle Bestätigung, dass die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen ihn eingestellt habe, fehle, so Kornfeind. Auch sein Anwalt, Dr. Peter Hombauer sieht dies ähnlich: „Wir müssen erst in Erfahrung bringen, ob das Verfahren gegen Herrn Branko Kornfeind tatsächlich eingestellt worden ist.“

Gegen Kornfeind wurde wochenlang ermittelt, kurz vor Ostern wurde dann von Landesschulratspräsident Gerhard Resch das Unterrichtsverbot für den Parndorfer Pfarrer verhängt.