Erstellt am 25. Mai 2011, 00:00

Eurovegas: Baubeginn soll Mitte Juli erfolgen. 10.000 ARBEITSPLÄTZE / Diese sollen im neuen ungarischen Zockerparadies an der Grenze zu Nickelsdorf entstehen.

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VON CHRISTOPHER SCHNEEWEISS

Das Projekt „Eurovegas“ kommt ins Rollen. Nachdem es lange Zeit ruhig war, um das „Las Vergas von Europa“, welches an der Grenze zu Nickelsdorf in der Nähe des ungarischen Heygeshalom entstehen wird, sind nun neue Fakten aufgetaucht: Baubeginn des Megaprojekts ist Mitte Juli, wie aus einem Onlinebericht von „P.tivi“ hervorgeht. Die Eröffnung soll 2012 erfolgen. Für Nickelsdorfs SPÖ-Bürgermeister Gerhard Zapfl kein Grund zur Aufregung, im Gegenteil: „Wir werden von Eurovegas profitieren“, ist er sich sicher.

Zapfl: „Eurovegas wird eine  win-win-Geschichte“

Vor allem erwartet er positive Synergieeffekte: „Die Gäste, die Eurovegas besuchen, sind auch potenzielle Besucher für das Outlet, die Therme oder unsere vielfältigen Freizeitangebote“, so Zapfl. Eurovegas sei eine win-win-Geschichte, „wir werden uns nicht für nichts verkaufen“, meint der Lokalpolitiker und versucht Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen: „Wir sind sehr heikel, aber nicht deppert. Eurovegas wird eine positive Sache.“ Zapfl sei in ständigem Kontakt mit ungarischen Politkollegen und über das Projekt informiert. Dass es eine Gefährdung für die Umwelt darstelle, beurteilt er als „kompletten Nonsens“. Der Grund: „Da geht es um die Feinstaubbelastung und die ist für uns aufgrund der Windrichtung nicht gegeben.“ Und dass das Trappengebiet durch Eurovegas gefährdet werden könnte, bezweifelt der Nickelsdorfer: „Die 400 Trappen haben genügend Raum und werden sicher nicht durch Eurovegas beeinträchtigt.“

Von der Asamer-Gruppe, einer der heimischen Initiatoren des Bauvorhabens an der Grenze, gibt es zum Projekt Eurovegas folgende Zahlen: Auf 335 Hektar werden ein Hotel mit 632 Zimmern, Restaurants, Wellness-Angebote, ein 5.000 m² Veranstaltungszentrum, Einkaufsmöglichkeiten sowie Spielcasinos gebaut. Eurovegas soll mehr als 10.000 Arbeitsplätze schaffen.

Prominente Investoren. Die Hard-Rock-Gruppe wird in Eurovegas mitmischen. Aus Österreich ist „Asamer“ als Investor mit von der Partie.

ZVG