Erstellt am 21. Dezember 2015, 15:29

Fahrraddieb im Internet ausgeforscht. Da in Österreich gestohlene Fahrräder im Ausland im Internet zum Kauf angeboten wurden, sind Polizisten des Bezirkspolizeikommandos Neusiedl dem Täter auf die Spur gekommen.

Gefährdet. Vor Seebädern abgestellte Fahrräder werden derzeit oft zum Diebesgut.  |  BilderBox.com (www.bilderbox.com)

Mit Unterstützung der Beamten des Polizeikooperationszentrums Kittsee wurden weitere Erhebungen in der Slowakei veranlasst, wobei der Verdächtige an seiner Adresse angetroffen und vier Fahrräder im Wert von 6000 Euro sichergestellt werden konnten.

Innerhalb der letzten Monate haben sich im Bezirk Neusiedl die Fahrraddiebstähle gehäuft. Aufgrund dessen haben die Polizisten der betroffenen Dienststellen ihre Erhebungen auf das Internet und benachbarte Länder ausgedehnt. In gemeinsamem Wirken haben Beamte der Polizeiinspektion Frauenkirchen, des Kriminaldienstes des Bezirkspolizeikommandos Neusiedl am See und jene des Polizeikooperationszentrums Kittsee für die Ausforschung von zwei Verdächtigen gesorgt.

Fahrräder als Kleinanzeigen angeboten

Mit einem gefälschten Internetprofil hat ein 25-jähriger Mann auf einer Plattform für Kleinanzeigen in Österreich gestohlene Fahrräder angeboten. Slowakische Kollegen haben den Mann an seiner Wohnadresse in der Slowakei angetroffen. Bei der Befragung war er geständig, mit seinem Auto seit Sommer 2015 wiederholt nach Österreich gefahren zu sein, um Fahrräder zu stehlen, die er dann über das Internet verkauft hat.

Die gestohlenen Räder hatte er bei einem Freund, 24 Jahre alt, gelagert. Bei einer Hausdurchsuchung haben die slowakischen Beamten fünf Fahrräder sichergestellt. Vier davon wurden eindeutig Diebstählen im Bezirk Neusiedl zugeordnet mit Tatzeit Ende September. Diese werden den Besitzern ausgefolgt. Wieviel Fahrräder er gestohlen und verkauft hatte, steht noch nicht fest und ist Gegenstand der laufenden Erhebungen. Die zwei Verdächtigen befinden sich auf freiem Fuße.