Erstellt am 31. August 2012, 12:12

Familie kam in Lkw-Laderaum ins Burgenland. Vier Iraner hatten sich zwei Tage lang unbemerkt versteckt gehalten. Der Fahrer des Sattelzuges hörte bei einem Zwischenstopp in Nickeldsdorf Stimmen, die Polizei entdeckte daraufhin die Familie.

Weil er bei einem Zwischenstopp Donnerstag früh in Nickelsdorf im Bezirk Neusiedl am See Geräusche im Laderaum seines Sattelzuges hörte, hat ein rumänischer Lkw-Fahrer die Polizei verständigt. Die Ursache war rasch gefunden: Polizisten entdeckten hinter Ladegut eine iranische Familie, die sich in dem Aufleger versteckt hatte, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland am Freitag.

Der 63-jährige Lenker hatte den Sattelzug auf dem Lkw-Abstellplatz an der A4 in Nickelsdorf abgestellt. "Auf einmal hat er hinten Stimmen gehört", schilderte ein Polizist. Daraufhin wandte sich der Mann an die Gesetzeshüter. Als Beamte nachschauten, stießen sie auf einen 41-jährigen Mann, seine 34-jährige Frau und die beiden Kinder im Alter von vier und 14 Jahren.

Die Familie war in den Sattelaufleger am Dienstag kurz vor Mitternacht eingestiegen, so ein Ermittler des Landeskriminalamtes. Dies sei in einem unbeobachteten Moment leicht möglich gewesen, weil das Fahrzeug nicht verplombt war. Die Eltern saßen mit ihren Kindern zwischen den Rigipsplatten, die der Lkw geladen hatte.

Die iranische Familie wurde in die Grenzbezirksstelle Neusiedl am See gebracht. Der Lkw-Chauffeur durfte weiterfahren: "Nachdem die Amtshandlung beendet war, hat er die Reise fortsetzen können", hieß es von der Polizei.