Erstellt am 21. Juni 2013, 17:01

Familypark Neusiedlersee startet Projekt mit Babyzeichensprache. Tafeln, auf denen Kinder abgebildet sind, die Handzeichen geben, werden Besucher künftig bei einigen der Attraktionen im Familypark Neusiedlersee in St. Margarethen bemerken.

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St. Margarethen - Tafeln, auf denen Kinder abgebildet sind, die Handzeichen geben, werden Besucher künftig bei einigen der Attraktionen im Familypark Neusiedlersee in St. Margarethen bemerken. Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt, bei dem die sogenannte Babyzeichensprache verwendet wird. Kleinkinder, die noch nicht sprechen können, sollen dabei erlernen, sich durch Zeichen mit ihren Eltern zu verständigen.

"Babyzeichensprache ist eine Möglichkeit der Kommunikation mit den Babys und Kleinkindern, die noch nicht sprechen können, indem man ihnen zusätzlich zum gesprochenen Wort Handzeichen vorzeigt, die die Kinder dann nachahmen", sagte Gabriele Koller von der Zwergensprache GmbH, die an dem Projekt mitwirkt, zur APA. Die Zwergensprache GmbH ist in Deutschland beheimatet. Mittlerweile gibt es auch Kursleiterinnen in der Schweiz und in Österreich.

Die Symbole werden durch Wiederholung gelernt: "Eines der ersten Zeichen, das man den Kindern beibringt, ist beispielsweise Milch." Dabei wird einfach die Faust geöffnet und wieder geschlossen. Mit einfachen Gesten - etwa für "bitte, bitte" oder "winke, winke" können die Kleinkinder mit den Erwachsenen kommunizieren, erläutert Koller.

Bei der Station "Waldtierrennen" beispielsweise bedeuten seitlich an den Kopf angelegte Handflächen das Wort "Hase". Bei vorerst fünf Attraktionen werden im Familypark Tafeln mit Zeichen aufgestellt. Daneben findet sich in Deutsch, Englisch, Ungarisch und Slowakisch die dazugehörende Bedeutung. Seitens des Familyparks sei man gespannt, wie das Projekt von den Besuchern angenommen wird, so Betreiberin Ulrike Müller.

Der Vorteil bei der Babyzeichensprache liege darin, dass die Kinder ausgeglichener seien, weil sie sich verstanden fühlen, meint Koller: "Das erzeugt natürlich auch viel weniger Stress für die Eltern."