Erstellt am 26. November 2014, 09:19

von Paul Haider

Verwirrung um Böller. Das Abfeuern von Pyrotechnik ist im Ortsgebiet auch bei Hochzeiten und zu Silvester nur mit Ausnahmegenehmigungen erlaubt.

Grundsätzlich verboten: Feuerwerk im Ortsgebiet.  |  NOEN, Bilderbox/Erwin Wodicka

Das Brauchtum des Hochzeitsschießens und die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen sorgt derzeit wieder vermehrt für Diskussionen. Die Polizeiinspektion Pamhagen hat daher vor Kurzem ein Rundschreiben veröffentlicht, das über diesbezügliche Verbote aufklären soll.

Pamhagens Bürgermeister Josef Tschida (ÖVP) dazu: „Für die Bevölkerung ist es immer wieder unklar, was erlaubt ist und was nicht. Es ist ein Irrglaube, dass ich als Bürgermeister das Hochzeitsschießen im Ortsgebiet erlauben kann.“ Der Ortschef habe zwar nichts gegen dieses Brauchtum, Sicherheit gehe aber vor.

"Bürgermeister kann Einsatz von Knallkörpern erlauben"

Ulrike Zschech vom Referat für öffentliche Sicherheit der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See weist hingegen darauf hin, dass pyrotechnische Gegenstände der Klasse F2 mit einer entsprechenden Verordnung des Bürgermeisters sehr wohl auch im Ortsgebiet verwendet werden dürfen: „Der Bürgermeister muss jedoch beurteilen, ob eine Gefährdung besteht, und kann den Einsatz von Knallkörpern für einen gewissen Zeitraum erlauben.“ Gegen das Hochzeitsschießen durch Jäger mit Platzpatronen gebe es kein definitives Verbot, aber: „Das heißt nicht, dass man sich nicht an gewisse Spielregeln halten muss“, sagt die Sicherheitsexpertin.

Auch Silvester sei hier gesetzlich keine Ausnahme, betont Zschech. Für Privatpersonen sei das Abfeuern von Pyrotechnik der Kategorie F2 auch zum Jahreswechsel im Ortsgebiet verboten. Für größere Feuerwerke sei zudem eine Bewilligung der Bezirkshauptmannschaft nötig.