Erstellt am 05. September 2015, 17:43

von APA/Red

Grenzübergang Nickelsdorf weiterhin gesperrt. Die Ostautobahn (A4) im Bereich des Grenzübergangs Nickelsdorf/Hegyeshalom bleibt bis in die Abendstunden gesperrt. Das teilte der Autofahrerfahrerklub ARBÖ am Samstagnachmittag mit.

 |  NOEN, ROLAND SCHLAGER (APA)
Autofahrern wird geraten, über Sopron, Deutschkreuz und Kittsee auszuweichen. Die Sperre der Grenze sorgte indes für Verstimmungen zwischen Ungarn und Österreich.

Die österreichische Polizei hatte Samstagfrüh den Grenzübergang gesperrt, um die Sicherheit der Migranten, die zu gewährleisten. Obwohl die Flüchtlinge den Verkehr nicht störten, hätte Österreich dennoch die Grenze gesperrt, kritisierte Kanzleramtsminister Janos Lazar laut ungarischer Nachrichtenagentur MTI. Die österreichische Polizisten "wissen nicht was sie tun sollen", weil sie "von der (österreichischen) Bundesregierung keine klare Anweisungen" bekommen hätten, behauptete Lazar.

Polizei kritisiert ungarische Kollegen

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bezeichnete die Zusammenarbeit mit Ungarn im als schwierig. Auch die österreichische Polizei übte Kritik am Vorgehen der ungarischen Kollegen. "Wir waren auf der ungarischen Seite hier (...) in Hegyeshalom, haben versucht, die Busse geordnet und gezielt direkt dorthin zu bringen, wo wir unsere Züge erwarten, wo wir unsere Sammelstellen haben, wo wir Busse hinbestellt haben. Das ist von den ungarischen Kollegen abgelehnt worden", berichtete Burgenlands Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil.

Lazar bekräftigte, dass Ungarn alles dafür tun werde, um das Schengen Abkommen aufrechtzuerhalten. Wenn diese Regeln nicht mehr eingehalten werden können, "werden wir davon entbunden werden", so Lazar, der gleichzeitig die Wichtigkeit des Bau eines Grenzzauns an der ungarisch-serbischen Grenze betonte. Dieser müsse "so rasch wie möglich" errichtet werden.