Erstellt am 27. August 2015, 06:07

von Pia Reiter

Flüchtlinge: „Wenn es losgeht, dann von Null auf 100“. Baubehördliche Genehmigung wurde erteilt, Brandmeldeanlage wird noch installiert.

Bereit. Wolfgang Dihanits, Geschäftsführer des Arbeitersamariterbundes, hat die landwirtschaftliche Fachschule bezugsbereit gemacht. Foto: Reiter  |  NOEN, Reiter
Die Weichen sind gestellt: In der landwirtschaftlichen Fachschule wird derzeit noch eine Brandmeldeanlage installiert. Dann sind laut Wolfgang Dihanits, Geschäftsführer des Arbeitersamariterbundes, alle Vorgaben erfüllt, damit in dem Gebäude Flüchtlinge untergebracht und betreut werden dürfen.

Wer sich engagieren möchte, kann sich melden

x  |  NOEN, Thomas Koch/shutterstock
„Die baubehördliche Genehmigung, wenn auch nur befristet, ist jetzt einmal da. Wir sind jederzeit bereit, loszulegen. Dem Projekt sollte jetzt eigentlich nichts mehr im Wege stehen“, meint Dihanits. Das Gebäude ist bereits seit einiger Zeit bezugsfertig, auch Personal wurde schon vor eineinhalb Monaten für die Betreuung der Flüchtlinge in Neusiedl am See aufgenommen.

Maximal 82 Flüchtlinge sollen in der ehemaligen Schule untergebracht werden. „Wenn es losgeht, dann von Null auf 100. Derzeit ist aber noch nicht bekannt, wie viele Flüchtlinge in Neusiedl am See Unterkunft finden und woher diese kommen. Es gibt aber bereits private Initiativen, die an uns herangetreten sind und uns ihre Hilfe angeboten haben“, zeigt sich Dihanits erfreut.

Wer sich ebenfalls engagieren möchte, kann sich bei der Mail-Adresse asyl.bgld@samariterbund.at oder bei Veronika Handler unter Tel. 0664-4315919 melden.

Stadtchef: „Ersuche um Mitgefühl für die Flüchtlinge“

Bürgermeister Kurt Lentsch (ÖVP) hat die Neusiedler bereits in einem Brief um eine freundliche Aufnahme der Flüchtlinge gebeten.

Im Gespräch mit der BVZ betont er abermals: „Als Mensch, der das Glück hat, in Österreich geboren worden zu sein, und auch als Bürgermeister unserer Stadt sehe ich es als unsere Verantwortung, diesen Menschen, die alles verloren haben zu helfen, damit es gelingt, diese bestmöglich bei uns zu integrieren. Ich ersuche um Mitgefühl für die Flüchtlinge, die schweres Leid ertragen mussten und nun bei uns auf Hilfe hoffen und bitte, diesen Menschen vorurteilsfrei zu begegnen und Ihnen eine Chance zu geben.“