Erstellt am 28. Mai 2014, 10:53

von Otto Havelka

FP-Reifberger ist im Visier der Justiz. Bruckneudorf / Obwohl der Staatsanwalt gegen den Leiter der Heeresforste ermittelt, wurde er zum FP-Bezirksgeschäftsführer gewählt.

Neuer FP-Bezirksgeschäftsführer Ingo Reifberger rechnet »mit Einstellung des Verfahrens«. Foto: Havelka  |  NOEN, Havelka
Seit einer Woche ist FP-Gemeinderat Ingo Reifberger auch Geschäftsführer der Blauen im Bezirk Neusiedl. Damit löst er nicht nur Mario Jaksch ab, der innerhalb weniger Wochen vom EU-Kandidaten zum „einfachen“ Gemeinderat mutierte, sondern sorgt auch für neuen Diskussionsstoff.

Keine weiteren Infos vom Ministerium

Denn wie das Verteidigungsministerium bestätigt, ist der Leiter der Heeresforste „vom Dienst suspendiert. Derzeit erhebt die Staatsanwaltschaft gegen ihn.“ Daher gebe es dazu vom Ministerium auch keine weiteren Informationen.

Reifberger selbst mutmaßt, dass die seit eineinhalb Jahren laufende Geschichte nun mit politischem Kalkül an die Öffentlichkeit getragen werde. Denn im nächsten Jahr Stehen Landtagswahlen an.

Kovasits sieht kein Problem mit Reifberger

Der Korruptionsstaatsanwalt führe lediglich Erhebungen durch – etwa ob Reifberger laut eigenen Angaben in Allentsteig „zu billig Holz verkauft“ habe – und überdies rechne Reifberger „demnächst mit einer Einstellung des Verfahrens“.

FP-Bezirksobmann Gerhard Kovasits sieht jedenfalls kein Problem mit Reifberger als Geschäftsführer „so lange er nicht rechtskräftig verurteilt ist“.

Reifberger schnürt indes sein Programm: Gründung neuer FP-Ortsdgruppen vor allem in Frauenkirchen und Parndorf, bessere Förderung für kleine Fotovoltaikanlagen, dreispuriger Ausbau der A4 bis zur Staatsgrenze und bessere Erschließung des Leithagebirges für einen sanften Tourismus.