Frauenkirchen

Erstellt am 24. August 2016, 06:20

von Birgit Böhm-Ritter

52 vermisste Katzen: Zeugen gesucht. Frauenkirchener meldeten sich bei der Burgenländischen Tierrettung: Tiere sollen gefangen und getötet worden sein.

Schmusekatzen - nicht jeder mag sie. Die Burgenländische Tierrettung ist einer grausamen Tierquälerei auf der Spur. Foto: Symbolfoto/BVZ  |  Symbolfoto/BVZ

Mit einem grausamen Fall von Tierquälerei beschäftigt sich derzeit die Burgenländische Tierrettung. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre sind in der Gemeinde 52 Katzen verschwunden.

Die betroffenen Familien vermuten, die Tiere wurden gefangen und getötet. Die Burgenländische Tierrettung ist nun dabei, zu erheben, wann und wo genau Katzen verschwunden sind und möchte die Daten der Polizei übermitteln.

„Ich wurde Anfang des Jahres erstmals von Frauenkirchenern angerufen, die das Verschwinden ihrer Tiere meldeten. Im vergangenen Monat häuften sich dementsprechende Meldungen.“, erzählt Otto Bierbaum von der Burgenländischen Tierrettung im BVZ-Interview.

Die Betroffenen äußerten gegenüber der Tierrettung auch einen konkreten Verdacht. Es sei ein „Katzenhasser“, der auf seinem Grundstück Lebendfallen aufstellen und die gefangenen Tiere grausam erschlagen würde.

Falle: Katzen im Fangeisen gelandet

Seit die Burgenländische Tierrettung vergangene Woche den Fall auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte, läuft das Telefon heiß. „Es melden sich immer mehr Leute, die Ähnliches berichten“, sagt Bierbaum.

Beweise gibt es allerdings wenige. Bei einem Lokalaugenschein am Wochenende berichteten ihm Anrainer aber entsetzliche Szenen. In zwei Fällen, die etwa eineinhalb Jahre zurückliegen, seien Katzen mit einem Fangeisen, einer sogenannten Bärenfalle, nach Hause gehumpelt.

Nur durch einen operativen Eingriff hätten sie überlebt. Im Frühjahr dieses Jahres tauchten fünf Katzen mit gebrochenen Hinterbeinen, vermutlich durch einen Schlag mit einem Stock herbeigeführt, auf.

Betroffene fühlen sich bedroht

Bis dato haben sich 22 Personen bei der Burgenländischen Tierrettung gemeldet. Anzeigen bei der Polizei sind allerdings noch keine eingegangen. „Das hat einen Grund“, weiß Bierbaum, „die Leute haben Angst und fühlen sich von dem Tierquäler bis aufs Leben bedroht. Es ist ein Wahnsinn, wie ein Einzelner, ein ganzes Dorf einschüchtern kann.“ Der mutmaßliche Täter soll amtsbekannt sein und schon einmal wegen schwerer Körperverletzung verurteilt worden sein.

Die Burgenländische Tierrettung ist mit der Polizei in Kontakt und ruft Betroffene auf, Anzeige zu erstatten.

Aus ermittlungstechnischen Gründen kann die Polizei keine Informationen an die Medien weitergeben, heißt es aus dem Bezirkspolizeikommando.

Zum Thema:

Die Burgenländische Tierrettung bittet Betroffene, sich zu melden.
Unter der Telefonnummer: 0676/4457830
oder per E-Mail: bgld.tier@gmail.com zu melden.