Erstellt am 15. Oktober 2014, 08:44

von Birgit Böhm-Ritter

Einstimmig für den Sport. SPÖ, NESt und ÖVP beschließen gemeinsam ein drei Millionen - Projekt für Frauenkirchen. Mit den Bauarbeiten für die Sport- und Freizeitanlage könnte noch dieses Jahr gestartet werden.

Der alte Frauenkirchner Sportplatz soll durch eine Sport- und Freizeitanlage nach modernsten Standards ersetzt werden - ein Projekt hinter dem alle Fraktionen des Gemeinderates stehen.  |  NOEN, Stadtgemeinde Frauenkirchen

Nun ist es beschlossene Sache: Die neue Sport- und Freizeitanlage kommt. Das im Vorfeld nicht unumstrittene Projekt wurde bei der Gemeinderatssitzung am 8. Oktober einstimmig beschlossen.

Obwohl die Namensliste Erich Stekovics (NESt) und die ÖVP nach den ersten Entwürfen und den überhöhten Kostenschätzungen im Herbst 2013 gegen das Projekt wetterten, stimmten beide Fraktionen mit der SPÖ mit. Grund: ein überarbeiteter Plan, geringere Kosten und vor allem eine gelungene und transparente Präsentation des Großprojektes im Gemeinderat.

„Alle Unterlagen sind zur Einsicht aufgelegen und die Kosten sind nachvollziehbar dargestellt worden“, begründet Markus Pollreiss, ÖVP-Ortsobmann, die Zustimmung zu einem „für die Stadt wichtigen Projekt“. Es sei dieses Mal seitens der SPÖ nicht mit verdeckten Karten gespielt worden, was zu einem guten Gesprächsklima beigetragen habe, wie selten zuvor.

Begrenzt: Nicht mehr als 3,2 Millionen

Für die NESt war es vor allem eine Deckelung von 3,2 Millionen Euro, die die Zustimmung für das Projekt ermöglichte. „Damit sollen die Kosten nach oben begrenzt sein“, erklärt Erich Stekovics. Weiters soll jede Rechnung offen gelegt und im Gemeinderat beschlossen werden. Eine Forderung der NEst bleibt allerdings noch offen: „Wir wünschen uns, dass auf dem Areal auch ein Übungsplatz für die Feuerwehr geschaffen wird.“

Die Möglichkeiten sind durchaus gegeben. Auch für Bürgermeister Josef Ziniel (SPÖ) ist klar, dass sich der Sportclub in der neuen Sportanlage nicht „einbunkern“ könne, sondern dass das Zentrum auch etwa für Schulen und Vereine zur Verfügung stehen werde. Laut Ziniel könnte mit den ersten Arbeiten noch im Herbst begonnen werden. Die beiden Spielfelder, Haupt- und Trainingsplatz, sollen bereits angelegt und Gras angebaut werden. Sollte die Witterung passen, seien auch erste Arbeiten zur Schaffung der Infrastruktur möglich.

Wohnen am alten Sportplatz

Auf dem Areal des alten Sportplatzes wird ein Siedlungsraum mit bester Verkehrsanbindung entstehen. „Mit Schnellbahn-Anschluss nach Wien, da der Bahnhof in unmittelbarer Nähe liegt“, sagt der Ortschef.

Ein breites Angebot vom Einfamilienhaus, über das Reihenhaus bis hin zu Wohnungen solle es geben. „Es ist alles noch möglich, eine konkrete Planung gibt es noch nicht. Der Bedarf ändert sich rasch.“ Bis jetzt gäbe es etwa noch keine Reihenhäuser in Frauenkirchen, das Interesse wachse aber.