Erstellt am 18. März 2015, 09:15

von Pia Reiter und Birgit Böhm-Ritter

Impuls für Tourismus. Basilika in Frauenkirchen besuchen jährlich 100.000 Wallfahrer, Konzept will spezielle Angebote für Pilger schnüren.

Ein Anziehungspunkt für tausende Pilger und Touristen: die Basilika »Maria auf der Heide«.  |  NOEN, BBR

Pilgern ist eine „Reise ins Ich“ und nebenbei können in aller Ruhe kulturelle Kleinode entlang des Weges entdeckt werden. Dass Pilgern nicht ein längst vergessener religiöser Brauch, sondern eine Tradition mit Zukunft ist, entdecken vermehrt auch Tourismusverantwortliche in der Region.

Top-Destination ist Frauenkirchen mit seiner Basilika „Maria auf der Heide“. Etwa 100.000 Wallfahrer und Pilger jährlich werden gezählt. Das weiß auch der Neusiedler Franz Renghofer, Obmann des Vereins der österreichischen Jakobswege, der ein spezielles Tourismuskonzept zum Thema Pilgern erarbeiten möchte. Auch bei europäischen „Pilger-Symposien“ war Pilgern und Tourismus immer ein großes Thema. Mit der Etablierung des burgenländischen Jakobswegs ist ein erster Schritt in Richtung Schaffung eines regionalen Pilgerweges gelungen. Nun will Renghofer die einzelnen Routen miteinander vernetzen, damit man neben dem Pilgern in Kombination auch noch die touristischen Höhepunkte anbieten kann.

„Pilgern heißt nicht von morgens bis abends betend und ernst durch die Gegend zu gehen, sondern sehr wohl auch die Schönheiten der Natur und unsere vielfältigen Landschaften zu genießen, Freundschaften zu finden und neue Kontakte zu pflegen“, erklärt Renghofer, selbst ein begeisterter Pilger, der am 28. März eine vorösterliche Pilgerung nach Frauenkirchen organisiert.

Moderne Medien in der Basilika

In Frauenkirchen setzt man nun vermehrt auf moderne Techniken, um ein verbessertes Service zu bieten. Seit Weihnachten kann via Web-Seite ( www.netatmo.at ) oder Smartphone-App die Temperatur in der Basilika erfragt werden. „So wissen die Besucher, was sie anziehen müssen, wenn sie zu uns kommen“, erklärt Stadtpfarrer Pater Thomas Lackner. Dieses Service ist aber erst der Beginn einer Reihe moderner Neuerungen. Schon in wenigen Tagen wird ein Info-Terminal beim Eingang der Kirche installiert, der die Besucher der Basilika mittels Touch-Screen über die Kirche, das Kloster, die Stadtgemeinde Frauenkirchen, Events und die St. Martins Therme informiert.

„Wir wollen erreichen, dass Kirchenbesucher nicht nur die Basilika anschauen, sondern auch zum Wirten essen gehen“, beschreibt Pater Thomas die Strategie. Für den Stadtpfarrer hat gutes Service für die Besucher oberste Priorität. Deshalb plant er auch schon das nächste Projekt: eine Führung durch die Basilika mittels Handy-App.


Vorösterliche Pilgerwanderung

Samstag, 28. März nach Frauenkirchen: Durch die Teilnahme am Auftakt zum mitteleuropäischen Pilgerjahr wird die Fasten-Fußwallfahrt bereits das vierte Mal veranstaltet. Beim heurigen Sternpilgern wird von drei Orten aus gestartet:

  • Aus Fertöszéplak auf dem Marienweg - 32 km

  • Aus Neusiedl/ See auf dem burgenländischen Jakobsweg - 23 km

  • Aus Mosonszolnok auf dem burgenländischen Jakobsweg - 25 km

Als Abschluss der Fußwallfahrt werden um 16 Uhr Lajos Pápai, Bischof der Diözese Györ und Martin Korpitsch, Generalvikar der Diözese Eisenstadt, eine Eucharistische Heilige Messe in der Basilika zu Frauenkirchen zelebrieren. Nach der Heiligen Messe gibt es eine Agape im Franziskanerkloster.
Registrierung unter: info@freundebasilikafrauenkirchen.at