Erstellt am 17. Juni 2015, 05:06

von Birgit Böhm-Ritter

Rotes Kreuz: „Tafel“ auf Herbergssuche. Die Team Österreich Tafel sucht dringend für ihre Ausgabestelle geeignete Räumlichkeiten in Frauenkirchen. Ein Mal wöchentlich werden Nahrungsmittel ausgegeben.

500 bis 1.000 Kilogramm an Ware werden jede Woche gespendet. Foto: RK  |  NOEN, Österreichisches Rotes Kreuz
Die Team Österreich Tafel sucht für ihre Ausgabestelle in Frauenkirchen ein neues Dach über dem Kopf. Im Dezember musste das Frauenkirchener Team nach Mönchhof ausweichen. Nun soll die Ausgabestelle wieder nach Frauenkirchen zurückkehren.

„Räumlichkeiten in Mönchhof immer nur Übergangslösung“

Einmal pro Woche sammeln freiwillige Mitarbeiter in Kooperation mit dem Roten Kreuz unter dem Motto „Verwenden statt verschwenden“ Lebensmittel aus den Supermärkten und von regionalen Gemüseproduzenten ein und verteilen sie an einkommensschwache Familien und Personen.

Seit einem halben Jahr gibt das Frauenkirchener Team die Lebensmittel in Mönchhof aus, weil das leer stehende Geschäftslokal, das in Frauenkirchen zwei Jahre mietfrei benutzt werden durfte, wieder vermietet wurde.

„Die Räumlichkeiten im Haus von Rudolf Kirschner in Mönchhof waren eigentlich immer nur als Übergangslösung gedacht“, erklärt Teamleiterin Anneliese Kehrer, „wir wollen die Gastfreundschaft nicht so lange strapazieren.“ Deshalb suche man wieder eine Möglichkeit in Frauenkirchen.

Angebot des Bürgermeisters musste Ziniel ausschlagen

Von Vorteil wären mehrere Räume: ein beheizbarer Ausgaberaum, ein Lagerraum und ein WC. Ideal wäre auch ein Warteraum. Die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten gestaltet sich allerdings schwieriger als anfänglich gedacht.

„Eigentlich wollten wir nur über den Winter in Mönchhof bleiben, bis jetzt hat sich aber noch nichts Passendes in Frauenkirchen ergeben“, erzählt Kehrer. Das Angebot des Frauenkirchener Bürgermeisters Josef Ziniel, den Gemeindekeller zur Ausgabestelle zu machen, musste Kehrer ausschlagen: „Wir müssten jede Woche 500 bis 1.000 Kilogramm Waren über mehrere Treppen in den Keller tragen.“

Sollte es in Frauenkirchen kein „Quartier“ für die Team Österreich Tafel geben, ist Kehrer auch nicht abgeneigt, in Mönchhof neue Räume für eine längerfristige Lösung zu suchen: „Hier sind wir sehr gut aufgenommen worden.“

50 Mitarbeiter helfen freiwillig bei der Tafel Frauenkirchen mit. Sie verteilen Nahrungsmittel an Bedürftige. 130 Kundenkarten wurden in Frauenkirchen bereits ausgestellt.