Erstellt am 19. November 2014, 08:15

von Birgit Böhm-Ritter

"Tafel" muss übersiedeln. Die Aktion der Blaulichtorganisation wechselt ihren Standort. Die Ausgabestelle wird von Frauenkirchen nach Mönchhof verlegt. Die Öffnungszeiten bleiben gleich.

 |  NOEN, Rotes Kreuz

Die Team Österreich Tafel des Roten Kreuzes muss übersiedeln. Die Ausgabestelle in Frauenkirchen wird nach Mönchhof verlegt.

Drei Jahre befand sich neben der Ausgabestelle in Neusiedl am See eine weitere im Bezirk - in Frauenkirchen. Seit zwei Jahren in den Räumlichkeiten, die die Familie Thell dankenswerterweise mietfrei zur Verfügung stellte. „Diese Räume werden nun anderweitig benötig“, erklärt Paul Gisch, langjähriger Mitarbeiter des Roten Kreuzes und der Team Österreich Tafel in Frauenkirchen. Heute Mittwoch findet die letzte Ausgabe in Frauenkirchen statt. Danach übersiedelt das Team mit etwa 40 Mitarbeitern nach Mönchhof in die Neustiftstraße. Ab 3. Dezember ist die Ausgabestelle dort zu den gewohnten Zeiten, immer mittwochs zwischen 18 und 20 Uhr, geöffnet.

„Wir wären gerne in Frauenkirchen geblieben, weil die Stadt sehr zentral liegt und über eine gute Verkehrsanbindung verfügt“, erzählt Gisch, „aber es ist sehr schwierig eine geeignete Lokalität - noch dazu mietfrei - zu finden. In Mönchhof ist es uns dank Edith Fuchs, die uns Räume zur Verfügung stellt, gelungen.“ Dort werden die freiwilligen Helfer nun jede Woche überschüssige, einwandfreie Lebensmittel kostenlos an bedürftige Menschen verteilen. Etwa 700 bis 800 Kilogramm an Ware werden jede Woche von Großmärkten und Gemüsebauern gespendet.

Gisch: „Weggeworfen wird nichts“

„Alles, das uns davon noch übrig bleibt und länger haltbar ist, bringen wir zur Ausgabestelle nach Neusiedl am See, die samstags am Vormittag geöffnet hat. Weggeworfen wird nichts“, betont Gisch. Er sei immer wieder perplex, welche Menge an Ware geliefert wird.

Die Freiwilligen Mitarbeiter kommen zum größten Teil aus Frauenkirchen, aber auch aus den umliegenden Gemeinden. Jeder der 40 Helfer ist ein Mal pro Monat im Einsatz. „Schon bei der ersten Besprechung vor drei Jahren war ich überrascht, wie viele Personen sich für dieses Projekt einsetzen wollten und alle sind auch heute noch dabei“, freut sich Gisch.

Zwischen 40 und 60 Personen kommen wöchentlich zur Ausgabestelle. „Die meisten sind Immigranten“, weiß Gisch. Zielgruppe sind Personen mit geringen Einkommen. Um eine Mitgliedskarte kann unter Vorlage des Einkommensnachweises auf der Bezirkshauptmannschaft angesucht werden.