Erstellt am 25. Oktober 2014, 06:06

von Birgit Böhm-Ritter

Polizeiinspektion: 15 Minuten zum Einsatz. Frauenkirchen bekommt mit der erneuerten und vergrößerten Polizeiinspektion einen modernen Posten. Im Zentrum des Seewinkels erweist sie sich als idealer Standort.

Schlüsselübergabe. Vize-Bürgermeister Matthias Doser, Bürgermeister Josef Ziniel, SP-Klubobmann Christian Illedits, der Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit Konrad Kogler, Polizeiinspektionskommandant Johann Waba, Landeshauptmann Hans Niessl mit Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl, Landespolizeidirektor Hans-Peter Doskozil und Landtagsabgeordneten Werner Friedl.  |  NOEN, Birgit Böhm-Ritter
Nach 14monatiger Bauzeit feierten hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Politik gemeinsam mit der Polizei und der Bevölkerung die Eröffnung der neuen Polizeiinspektion in Frauenkirchen.

Anlaufpunkt seit den 30ern: „Jetzt auch barrierefrei“

Am gewohnten Standort wurde ein, dem modernen Standard entsprechendes, Gebäude gebaut, in dem neben der Polizeiinspektion auch die Post, die BAWAG und zwei Eigentumswohnungen untergebracht sind. Die alte Wachstube wurde saniert und ein zweigeschossiger Zubau errichtet. Dafür wurden 800.000 Euro investiert

„15 burgenländische Firmen sind mit dem Bau beauftragt worden“, betont Alfred Kollar, Geschäftsführer vom Bauträger OSG. Die OSG habe sich auf die speziellen Anforderungen eines Polizeipostens gut eingestellt, es sei bereits der sechste Bau dieser Art. Herausfordernd sei allerdings die Verbindung zwischen altem und neuem Gebäude gewesen.

Bürgermeister Josef Ziniel streicht den idealen Standort der Polizeidienststelle heraus: „In 15 Minuten ist jeder Ort des südlichen Teiles des Bezirks erreichbar.“ Seit den 30er Jahren ist der Posten bereits Anlaufstelle der Bevölkerung. „Jetzt auch barrierefrei“, freut sich Ziniel.

Derzeit verrichten in Frauenkirchen 18 Polizistinnen und Polizisten, unterstützt von sechs Hunden, ihren Dienst.

Sicheres Bundesland dank Polizeiengagement

Zum Überwachungsrayon, der insgesamt 68,61 Quadratkilometer und 5.055 Einwohner umfasst, gehören auch die Gemeinde St. Andrä am Zicksee und die St. Martins Therme. Die Gemeinden weisen mit 139.549 Nächtigungen eine hohe Fremdenverkehrsfrequenz auf.

Die Kriminalstatistik zeigt, dass das Burgenland eines der sichersten Bundesländer ist. So ist einerseits die Aufklärungsquote gestiegen, andererseits sind die strafbaren Handlungen in den vergangenen Jahren von 12.000 auf 10.000 jährlich gesunken. „Das zeigt, dass wir über leistungsfähige Sicherheitsbehörden verfügen, deren Qualität laufend verbessert werden muss“, sagt Landehauptmann-Stellvertreter Franz Steindl.

Landeshauptmann Hans Niessl weist auf die besonderen Herausforderungen des Burgenlandes als Grenzregion hin. Das Burgenland sei Sicherheitsdienstleister für Österreich und die Europäische Region und darum bei der Kriminalitätsbekämpfung besonders gefordert.