Frauenkirchen

Erstellt am 09. November 2016, 15:59

von APA Red

Stekovics zu Glashaus-Streit: "Bin nicht Drahtzieher". Im Streit rund um die geplante Errichtung eines Glashauses in Frauenkirchen (Bezirk Neusiedl am See) hat sich am Mittwoch auch Erich Stekovics, Chef der gleichlautenden Namensliste (NESt), zu Wort gemeldet.

Erich Stekovics  |  NOEN, zVg

"Ich bin nicht der 'Drahtzieher'", meinte er zu dem Vorwurf, er stecke in Wirklichkeit hinter der Bürgerinitiative, welche gegen das Projekt (BVZ.at berichtete, siehe ganz unten) mobil macht. Die Initiative sei völlig frei vom Einfluss der NESt und agiere selbstständig, so Stekovics.

Auch den Vorwurf, er sei aufgrund der bevorstehenden Gemeinderatswahlen gegen das Projekt, weist Stekovics zurück. "Das ist kein Wahlthema." Vielmehr gehe es darum die Bevölkerung in die Entscheidung über ein so großes Projekt miteinzubinden. Es reiche nicht aus, wenn elf Gemeinderäte dies entschieden.

Auch Kritik an mangelnder Information durch Ortschef

Der Frauenkirchener kritisiert ähnlich wie die Bürgerinitiative, die mangelnde Information seitens des Bürgermeisters. Mit dem reinen Aushang in der Gemeinde sei es nicht getan, die Bezeichnung "12. digitale Änderung des Flächenwidmungsplanes" weise auf kein Großprojekt hin.

Dass Mitglieder seiner Namensliste Unterschriften für die Bürgerinitiative gesammelt hatten, stritt Stekovics nicht ab. Dies sei derzeit aber nicht der Fall. Auch er selbst habe unterschrieben. Er geht davon aus, dass sich der UNESCO Weltkulturerberat zu dem Thema melden werde.

Inzwischen hat auch die Wirtschaftskammer Burgenland zu dem Gewächshaus Stellung bezogen. In einer Aussendung am Mittwoch erklärte Präsident Peter Nemeth, es sei unverständlich, warum man so ein Projekt verhindern wolle. Es passe perfekt in die Region.