Erstellt am 20. Mai 2015, 09:27

von Birgit Böhm-Ritter

Song Contest: "Einmal durchschnaufen". Dort, wo am Samstag um Punkte gesungen wird, zieht der Frauenkirchener Kurt Gollowitzer als Geschäftsführer die Fäden.

Eine große Verantwortung und Chance für Kurt Gollowitzer: »Ich sehe es nicht als Selbstverständlichkeit an, bei der Ausrichtung eines solchen Megaevents federführend dabei sein zu dürfen.«  |  NOEN, Barbara Nidetzky

Österreich ist im Song Contest Fieber. Mit dem ersten Semifinale am Dienstag startete der größte Gesangswettbewerb der Welt, bereits am Donnerstag folgt das zweite Semifinale, Höhepunkt wird die Finalrunde kommenden Samstag sein.

Für einen reibungslosen Ablauf hinter den Kulissen ist ein Burgenländer mitverantwortlich: Der Frauenkirchener Kurt Gollowitzer ist seit 2013 kaufmännischer Geschäftsführer der Wiener Stadthalle. Dort wo jährlich 300 Veranstaltungen mit insgesamt mindestens einer Million Besuchern stattfinden, geht auch der Eurovision Song Contest über die Bühne.

„Bei uns stehen internationale Top-Events wie Robbie Williams, Miley Cyrus oder Katy Perry durchgehend im Programm. Der Song-Contest ist aber auch für die Wiener Stadthalle die größte Veranstaltung, die jemals in unseren Hallen stattgefunden hat“, erzählt Gollowitzer. Der gelernte Jurist ist für die Erstellung und Einhaltung des Contest-Budgets verantwortlich, darüber hinaus für sämtliche Verträge, die mit dem ORF ausverhandelt wurden.

"Habe mir tatsächlichen Aufwand
nicht annähernd vorstellen können"

Als die Wiener Stadthalle als Austragungsort feststand, sei ihm natürlich bewusst gewesen, dass die nächsten Monate etwas ganz Besonderes werden würden. „Wenn ich aber ehrlich bin, habe ich mir den tatsächlichen Aufwand, der auf uns zugekommen ist, nicht annähernd vorstellen können“, gibt der 43 Jährige im BVZ-Interview zu. Ins Burgenland schafft es der Workaholic, der neben den Song Contest-Agenden schon mit den Vorbereitungen für die nächsten Events beschäftigt ist, zumindest noch an den Wochenenden: „Das lasse ich mir nicht nehmen.“

Die Übertragungen der Song-Contests der vergangenen Jahre hat der Frauenkirchner im Fernsehen mitverfolgt. Dieses Jahr wird er das Finale hautnah in der Stadthalle erleben: „Und danach werden bei uns erst einmal alle ordentlich durchschnaufen“, freut er sich auf eine etwas ruhigere Phase. Viel Zeit dazu bleibt nicht: Konzerte mit Grönemeyer und Roxette stehen an.