Erstellt am 10. April 2013, 00:00

Freundin gewürgt. Brutal / Im Beziehungsstreit um Liebe und Kind soll ein 27-jähriger Mann eindeutig zu weit gegangen sein.

Foto: Erwin Wodicka  |  NOEN, BilderBox - Erwin Wodicka / wodi
Von Elisabeth Kirchmeir

BEZIRK NEUSIEDL AM SEE / Wegen Körperverletzung und gefährlicher Drohung musste sich ein 27-jähriger serbischer Staatsbürger vor Gericht verantworten. Konkret ging es um einen Vorfall am 17. Dezember 2012 in einer Gemeinde im Bezirk Neusiedl am See. Der 27-Jährige hatte damals mit seiner Lebensgefährtin zu streiten begonnen.

„Sie sagte zu mir: Du wirst das Kind nie wieder sehen“, berichtete der Angeklagte. Die Tochter, von der er nicht sicher weiß, ob sie sein eigenes Kind ist, war damals drei Monate alt.

„Ich sagte, ohne mein Kind kann ich nicht leben“, setzte er fort. Mit einem Fleischmesser in der Hand soll er seiner Freundin gedroht haben: „Wenn du mir das Kind wegnimmst, dann kriegst du es auch nicht.“

„Bringe dich, deine Mutter und das Kind um!“ 

Auch der folgende Satz soll gefallen sein: „Wenn du mir das Kind wegnimmst, bringe ich dich, deine Mutter und auch die Kleine um!“ In weiterer Folge soll der Mann seine Freundin am Hals gewürgt haben, sodass der Arzt später noch Striemen am Hals, eine Schwellung und Schluckbeschwerden feststellte. „Ich wollte ihr sicher nicht wehtun“, beteuerte der Angeklagte schluchzend vor Gericht. „Es tut mir dermaßen leid: Dadurch habe ich meine Familie verloren.“ Die bedrohte Frau, die sich mittlerweile von dem serbischen Staatsbürger getrennt hat, forderte 1.000 Euro Schmerzensgeld und 50 Euro für ärztliche Behandlungskosten. Der Angeklagte zeigte sich bereit, diese Beträge zu bezahlen.

Gemeinnützige Leistung für Angeklagten 

Da der Mann die Verantwortung für sein Handeln übernahm, konnte Richterin Birgit Falb mit einer Diversion vorgehen. Sobald der Angeklagte gemeinnützige Leistungen in einem vereinbarten Ausmaß erbracht hat, wird das Verfahren gegen ihn eingestellt.