Erstellt am 15. Juni 2011, 00:00

Friedliche Rock-Fans. NOVA ROCK 2011 / Rückreise sorgte für bis zu 30 Kilometer Stau auf der A4. Einsatzkräfte ziehen aber positive Festival-Bilanz.

Friedlich gerockt. An drei Festivaltagen hatte das Nova Rock 2011 rund 160.000 Besucher. Die Einsatzkräfte zeigen sich zufrieden und sprechen von einem „ruhigen und friedlichen Wochenende“. MARTIN REITER  |  NOEN
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NICKELSDORF /  Mehrere an und für sich harmlose Blechschäden und die Rückreise vom Nova-Rock sorgten für am Dienstag Vormittag auf der A4-Ostautobahn für rund 30 Kilometer Stau.

Gegen 9.45 Uhr ereignete sich am Dienstag auf der Fahrbahn in Richtung Wien im Bereich zwischen der Raststation Göttlesbrunn und dem Autobahnknoten Bruck/Leitha-West ein Auffahrunfall. Binnen weniger Minuten folgten mehrere weitere Auffahrunfälle. Nach Angaben der Autobahnpolizei blieb es glücklicherweise bei Blechschäden. Die Rückreise vom Nova-Rock-Festival im burgenländischen Nickelsdorf potenzierte sich der Stau binnen weniger Minuten. Der Stau reichte beinahe bis zur Auffahrt Nickelsdorf zurück, was einer Länge von rund 30 Kilometern entspricht.

„Die Unfallstelle selbst war nach rund einer Stunde geräumt. Die Stauungen lösten sich allerdings nur sehr, sehr langsam auf. Gegen Mittag reichte der Stau noch bis Parndorf, was einer Länge von rund 13 Kilometern entsprach zurück “, berichtet ARBÖ-Verkehrsexperte Thomas Haider.

Einsatzkräfte: „Ruhiges“ und  friedliches Wochenende

Die Einsatzkräfte sprechen von einem ruhigen und friedlichen Festival-Wochenende. „Das Wochenende war arbeitsreich, aber es ist - wenn man sich die vielen Leute anschaut - recht ruhig und geordnet verlaufen. Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf“, sagt Polizei-Einatzleiter Bernhard Griensteidl.

Der ÖAMTC rückte laut Pannenhelfer Harald Sternberg an den drei Festivaltagen zu 400 Einsätzen aus.

Thomas Horvath vom Roten Kreuz zieht ebenfalls eine positive Bilanz. Sanitäter und Ärzte aus insgesamt fünf Landesverbänden arbeiteten sehr gut zusammen. Von Freitag bis Dienstag hatten 358 Personen einen oder mehrere Dienste auf dem Nova Rock-Gelände.

Die Sanitätshilfsstellen im Bereich Camping und Caravan waren häufig frequentiert, um Sonnenbrände, kleinere Blessuren und Verknöchelungen zu versorgen und um bei bereits in den vergangenen Tagen behandelten Patienten Kontrollen durchzuführen.

Das schon seit Jahren bewährte flexible Einsatzkonzept machte es möglich auf die leicht erhöhte Anzahl von in etwa 2950, zumeist ambulanten, Patienten adäquat zu reagieren. Für manche Besucher war eine weitere Abklärung im Krankenhaus Kittsee nötig, wodurch sich rund 180 Transporte im Laufe des Nova Rock ergaben.

Auch Bezirkshauptmann Martin Huber bekräftigt „Die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte vor Ort läuft außerordentlich gut. Unsere tägliche Besprechung in der Einsatzzentrale am Festivalgelände hat sich bewährt.“ Auch die Situation bei der Anreise, wo zwischen 8 und 10 Uhr am Freitag 45.000 Leute auf einmal auf das Gelände wollten, habe man schnell in den Griff bekommen.