Erstellt am 10. Juli 2013, 00:00

für Handyparken. Einführung. Parkscheinlösen soll damit vereinfacht werden.

Handyparker. Stadtrat Roman Scheuer und Bürgermeister Kurt Lentsch sind bereits erfahrene Handyparker. Über den einstimmigen Beschluss freuen sich die beiden genauso, wie der Obmann der Stadt-Wirtschaft Gerald Richter. Foto: Zedlacher-Fink  |  NOEN, Zedlacher-Fink

NEUSIEDL AM SEE / Mehr Bürgerservice für die Neusiedler und für die Kunden der Geschäfte in der Neusiedler Innenstadt ein entspannendes Einkaufserlebnis: Das waren die wichtigsten Gründe für den Gemeinderat, um das Handy-Parken in der Stadt zu beschließen.

Beschluss für Service fiel einstimmig

Stadtrat Roman Scheuer (SPÖ), in dessen Zuständigkeit der Bereich Parkraumbewirtschaftung fällt, stellte in der Gemeinderatsitzung am 28. Juni den entsprechenden Antrag, dieser wurde von allen Parteien einstimmig angenommen.

Im Jahr 2009 wurde bereits erstmals der Versuch zur Einführung des Handyparkens gestartet. Doch zum Beschluss kam es damals nicht. „Zu diesem Zeitpunkt standen die Kosten für die Inbetriebnahme beziehungsweise die laufenden Kosten in keiner Relation zu den Einnahmen der Stadtgemeinde durch die Kurzparkzone“, erklärt Scheuer, der im März dieses Jahres mit der Firma A1 Telekom Austria AG Kontakt aufgenommen und die ersten Gespräche geführt hat.

Die Kosten für die Einführung unter Berücksichtigung der vorhandenen Stellplätze (370) in der Kurzparkzone betragen 3.000 Euro. Die monatlichen Kosten belaufen sich für die Stadtgemeinde auf circa 620 Euro.

„Das sind jährlich 8.000 Euro, die anfallen“, bestätigt Bürgermeister Kurt Lentsch (ÖVP), der von einem zeitgemäßen Angebot spricht, das bereits viele Städte unter anderem auch Eisenstadt nutzen würden.

Eine Investition, die sich für die Stadt auszahlt: „Eine Zusammenfassung der laufenden Ein- und Ausgaben für die Parkraumbewirtschaftung, gerechnet vom Jahr 2005 bis 2012, ergab einen jährlichen Überschuss von circa 77.000 Euro“, sagt Scheuer.

Stadtchef Kurt Lentsch zeigt sich überzeugt, dass das Handy-Parken in der Stadt ein Erfolg wird: „Die Einnahmen sollten mehr werden, da durch die Erinnerungs-SMS die Nutzer eher zahlen, als bei Parkautomaten. Ich nutze es persönlich häufig in Wien und Eisenstadt.“

Auch Scheuer hat schon per Handy „geparkt:“ „Ich selbst habe es schon mehrmals in Wien in Anspruch genommen. Es fällt einfach die lästige Suche nach einer Verkaufsstelle oder Automaten weg und ich bin wesentlich flexibler. Ein gutes Beispiel ist auch der Besuch eines Lokals. Es gibt nicht Schlimmeres, als wenn ich noch länger bleiben möchte, aber die Parkzeit läuft ab und ich muss raus, um einen neuen Parkschein zu lösen. Mit Handyparken verlängere ich einfach die Zeit und bleib weiterhin im Lokal“, so der Stadtrat zu seinen Erfahrungen mit dem Parkticket per Handy.

Stadt-Wirtschaft freut sich über Beschluss

Begeistert vom neuen Service des Handyparkens in der Bezirkshauptstadt ist auch Gerald Richter, Obmann der Stadt-Wirtschaft: „Super, dass das Handyparken jetzt kommt. Die Idee dazu kam von mir. Denn es ist die einzige Möglichkeit, die Gratis-Halbe-Stunde, die es in Neusiedl am See gibt, sinnvoll umzusetzen. Denn mit dem Handyparken müssen Kunden in Geschäften in der Stadt nicht nach einer halben Stunde das Geschäft - wo sie vielleicht gerade in einer Warteschlange vor der Kassa stehen - verlassen um einen Parkschein am Automaten zu lösen.“